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Düsseldorf
Lärmmessung am Abstellbahnhof gefordert

Düsseldorf. Beim Emissionsschutz am Abstellbahnhof Wersten lässt die Bezirksvertretung 8 nicht locker. In ihrer letzten Sitzung des Jahres beschlossen die Stadtteilpolitiker einstimmig einen Antrag von CDU, FDP und Grünen, um die Anwohner von Lärm und Abgasen zu befreien - oder zumindest zu entlasten.

Viele Wünsche fügten sie dem Antrag an, mit der Bitte, die Stadt möge sich dafür einsetzen. Zum Beispiel, dass die DB Regio als 100-prozentige Tochtergesellschaft der bundeseigenen Deutsche Bahn AG wegen der besonderen Lage des Bahnhofs und der Lärmbetroffenheit der Anwohner ausnahmsweise Lärmschutzwände an den Wohngebäuden entlang des Bahnhofs errichtet. Außerdem müssten die Förderbedingungen des "freiwilligen Lärmsanierungsprogramms Schiene" durch das zuständige Gremium des Bundes dahingehend modifiziert werden, dass sie die Förderung von Lärmschutzmaßnahmen auch für Bestandsanlagen zulassen. Dazu gehört auch, dass eine Veränderung im Verordnungswesen vorgenommen wird, damit Lärmgrenzwerte für Anlagen wie den Abstellbahnhof am Speyer Weg festgelegt werden. Außerdem sollte die Stadt das Verfahren in Bayern im Blick behalten, wo der Bayerische Verwaltungsgerichtshofs 2016 ein Urteil gesprochen hat, in dem festgelegt wurde, dass das Eisenbahnbundesamt (EBA) auch bei Abstellbahnhöfen Immissionsschutz anordnen kann - das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Schließlich sollte die Stadt sich dafür stark machen, dass das EBA auch vor Rechtskraft des Urteils in Bayern Lärm- und Luftmessungen durch einen Gutachter bestimmt.

Wenn es nach den Bezirksvertretern geht, soll eine entsprechende Beschlussvorlage in der ersten Sitzung 2018 dem Umweltausschuss vorgelegt werden. Weil die Anwohner leiden, tagsüber wie nachts, manchmal 48 Stunden am Stück. Ute Reinhardt ist so eine Anwohnerin, die die monotone Dauerbeschallung und die Dieselabgase kaum ertragen kann. Fast täglich schreibt sie Mails an die Bahn. Meistens bekommt sie keine Antwort oder wird verwiesen auf Fremdunternehmen, auf die die Deutsche Bahn als Betreiber des Abstellbahnhofs keinen Einfluss haben soll.

(nika)
 
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