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Düsseldorf
Läuft Personaldezernent das Personal davon?

Düsseldorf. Als Beigeordneter für Personal ist Andreas Meyer-Falcke (FDP) für rund 10.000 städtische Mitarbeiter zuständig. Wie jeder Dezernent hat der studierte Mediziner mit Professorentitel auch ein eigenes Büro mit einem entsprechenden Mitarbeiterstab - wenngleich er mit drei Referenten ein Drittel mehr hat als seine Beigeordneten-Kollegen, was mancher schon seit längerem kritisch beobachtet.

Allerdings, so ist in letzter Zeit immer wieder im Rathaus zu hören, soll im Büro des Beigeordneten für Personal und Gesundheit nicht gerade prima Klima herrschen. Es gehe elitär zu, der Selbstdarstellungstrieb des Chefs sei stark ausgeprägt, heißt es. Bei den engen Mitarbeitern sei deshalb ein überdurchschnittlicher Wechselwille zu erkennen. Einer der Referenten geht, der Fahrer des Dienstwagens von Meyer-Falcke ebenfalls, auch andere sollen bereits deutliches Interesse an einem verwaltungsinternen Wechsel signalisiert haben.

Meyer-Falcke selbst weist von sich, die Stimmung in seinem Büro sei angespannt. Der Fahrer habe seinen "eigenen Lebensplan" verwirklichen wollen. "Das kann ich nur unterstützen", sagt der Dezernent auf Anfrage. Derzeit wird noch nach einem Nachfolger gesucht. Bei dem Referenten spielten laut Meyer-Falcke ausschließlich persönliche Gründe eine Rolle. Zudem seien Wechsel per se nichts Schlechtes. "Das ist doch im Sinne einer Rotation zu begrüßen." - Beim Personalrat, wie die Mitarbeitervertretung im Rathaus heißt, gibt man sich bei diesem Thema wortkarg: Wolfgang Hose will all das weder dementieren noch bestätigen, verweist auf "interne Vorgänge".

(dr)
 
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