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Düsseldorf
Landesmittel für Flüchtlingsbetreuung?

Düsseldorf. Bezirkspolitiker fordern Verwaltung auf, Mittel aus einem Landesprogramm zu beantragen.

Im Stadtbezirk 6 könnten ab Juli über 2860 Flüchtlinge untergebracht werden. Das stellt die Bürger und Institutionen vor große Herausforderungen. Die Bezirksvertretung 6 hofft nun auf professionelle Unterstützung bei der Betreuung von Flüchtlingen. Nachdem schon die Einrichtung eines Welcome-Points beschlossen wurde, hat das Gremium jetzt einen interfraktionellen Antrag verabschiedet, mit dem die Verwaltung aufgefordert wird, Mittel aus dem Sonderprogramm des Landes NRW "Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen" zu beantragen. Damit sollen zusätzliche Mitarbeiter für die aufsuchende Jugendarbeit und der Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung "Blue Rock" am Lichtenbroicher Weg finanziert werden.

"Der aktuelle, sehr engagierte Streetworker kann nicht alle Jugendliche in den aktuell 14 Unterkünften betreuen. Daher wären ein bis zwei zusätzliche Streetworker, die letztlich auch die Koordination der Ehrenamtler für Aktionen vor allem mit Jugendlichen und jüngeren Männern übernehmen, wie zum Beispiel Besuch von Fußballspielen oder -turnieren, zwingend erforderlich", meinen die Lokalpolitiker.

Sie regen an, in der Jugendfreizeiteinrichtung Lichtenbroich sowie in Mörsenbroich in den Räumen des Abenteuerspielplatzes oder der Thomaskirche eine Art Büro für Sprechzeiten mit dem Jugendarbeiter einzurichten. Im neuen Welcome-Point des Stadtbezirkes 6 - im Rather Familienzentrum - ist solch eine Lösung angedacht.

Da den Jugendfreizeiteinrichtungen bei der Integration von Kindern und Jugendlichen eine große Bedeutung zukommt, wollen die Politiker, dass die Einrichtung "Blue Rock" endlich einen Neubau erhält. Das fordern sie schon seit Jahren, denn die ehemaligen Baucontainern aus Holz von der Baustelle des Rheinufertunnels sind baulich in einem mehr als nur schlechtem Zustand. Aber auch die räumliche Aufteilung ist schon seit längerem nicht mehr zeitgemäß. Die Politiker könnten sich vorstellen, in dem Neubau auch einen Raum für eine Ehrenamtskoordination zu integrieren.

(brab)
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