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Düsseldorf
Lautester Neujahrsempfang 2016 steht im Zeichen Chinas

Düsseldorf. Der Neujahrsempfang anlässlich des chinesischen Kalenderwechsels ist traditionell der letzte im fast unendlich scheinenden Reigen dieser Veranstaltungen im Januar in Düsseldorf. Die Reden waren gut vorbereitet: "Düsseldorf ist einer der dynamischsten Standorte für chinesische Unternehmen in Deutschland. 2015 haben sich 63 chinesische Unternehmen in Düsseldorf angesiedelt - also im Schnitt mehr als eines pro Woche", soll Oberbürgermeister Geisel gesagt haben.

"Rund 900 chinesische Firmen haben bereits die Standortvorteile erkannt und sich in NRW angesiedelt. Ihre Zahl nimmt kontinuierlich zu", soll NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin gesagt haben. "Mit großer Freude stellen wir fest, dass NRW sowie Düsseldorf sich intensiv um chinesische Unternehmen und Investoren bemühen", soll Lili Tao, stellvertretende chinesische Generalkonsulin gesagt haben.

So steht es zumindest im Redeprotokoll. Denn von den Reden zu hören waren gestern Abend im Hilton allenfalls Wortfetzen. Die Gäste unterhielten sich mindestens in doppelter Zimmerlautstärke. Und zwar ausnahmslos alle. Auch mehrfache freundliche Ermahnungen des Moderators, Hao Gui, man könne doch nachher noch plaudern, wurden ignoriert. Die Chinesen konnten die Reden wenigstens in chinesischer Schrift auf einer Leinwand lesen, den meisten Deutschen nützte das nichts. Daher Lob an Hao Gui, der sich am Ende für das Publikums-Gemurmel höflich entschuldigte.

(tb)
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