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Mobile Chefredaktion in Düsseldorf
Lebhafte Diskussion am RP-Stand

Mobile Chefredaktion in Düsseldorf: Lebhafte Diskussion am RP-Stand
RP-Chefredakteur Michael Bröcker (M.) diskutiert mit Stefan Kaufmann (auf dem Arm Sohn Titus), links neben ihm Lokalchef Uwe-Jens Ruhnau. FOTO: End/Brö
Düsseldorf. Schon nach wenigen Minuten bildete sich ein Pulk am Stand der Rheinischen Post, und bei Kaffee und Fruchtsäften wurde am Kolpingplatz leidenschaftlich diskutiert: über schlechte Fahrradwege in Bilk, den Kommunal-Soli, Zweite-Reihe-Parker, Olympia am Rhein und die öffentlichen Auftritte des Oberbürgermeisters.

Es ging um zu wenig Grün in der Stadt und zu viel Dreck auf öffentlichen Plätzen. Oder um viele lose Gehwegplatten, die Detlef Schlüter bemängelte, um Wünsche wie den von Astrid Kroll nach an einem noch besseren Einzelhandel im Viertel. Inge und Johannes Krewerth äußerten Zufriedenheit - sie sind aus dem Münsterland nach Düsseldorf gezogen und genießen die Stadt.

Viele Düsseldorfer waren gekommen, um ihren Unmut über den Ersatz der Gaslaternen durch LED-Beleuchtung kund zu tun. Nur noch rund 4000 von mehr als 15.000 Gaslaternen sollen erhalten bleiben. Ihre Kritik äußerten etwa Christiane und Barbara Oxenfort. Rainer Liebelt bemängelte, dass bei den Zahlen zur Wirtschaftlichkeit nicht korrekt argumentiert und tatsächlich statt einer Umrüstung nach der Formel "Abriss und Ersatz" praktiziert werde. "Dann kann man nämlich die Anlieger an den Kosten beteiligen." Guido Mundt warf Stadt und Stadtwerken vor, sie schafften an den Bürgern vorbei Fakten. Er kündigte deswegen an: "Wir werden ein Bürgerbegehren für den Erhalt der Gaslaternen starten." FDP-Ratsherr Manfred Neuenhaus begrüßte das: "Das ist direkte Demokratie. Die Gaslaternen eignen sich dafür bestens."

Auch die Zeitung war natürlich Gegenstand der Fragen und auch der Kritik. Einer jungen Mutter war die Rheinische Post zu kritisch mit der Landesregierung, ein anderes Paar fand die politische Ausrichtung "zu links". Gabriele Dreyer kritisierte die großflächige Anzeige auf der Titelseite und wünschte sich eine noch meinungsfreudigere Berichterstattung. Martina Adamczewski kritisierte die Fehler in der Zeitung (Da hat sie recht. Wir geloben Besserung!). Aber es gab auch Lob: Für die Kulturberichterstattung, die politischen Beiträge und die abwechslungsreiche Lokalausgabe zum Beispiel. Für die grafische Umsetzung und die "insgesamt einfach spannende Zeitung", wie eine Mutter, im Arm ihr Zweijähriges, im Vorbeigehen feststellte. Karin Charandeau kam mit ihrem Mann und ihrer Freundin zum Stand und wollte einfach nur sagen: "Danke für eine tolle Zeitung."

Quelle: RP
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