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Düsseldorf
Leerstand auf Büromarkt sinkt rapide

Düsseldorf. Einst war es ein großes Problem, dass Düsseldorf sehr viel Leerstand bei Bürogebäuden hatte. Doch der Markt hat sich gedreht. Laut Immobilien-Makler Wulff Aengevelt stehen heute im Stadtgebiet selbst sogar nur noch etwas mehr als neun Prozent leer. Das ist eine Reduktion des Leerstands binnen weniger Jahre um ein Viertel. Und dabei muss beachtet werden, dass nicht jedes leere Büro gleich unvermietbar ist. "Der Gesamtleerstand beträgt 905.

000 Quadratmeter, davon sind aber 429.000 Fluktuationsreserve", sagt Makler Aengevelt. Gemeint sind also Gebäude zwischen zwei Vermietungen. Weitere 35.000 Quadratmeter seien latenter Leerstand. Darunter verstehen die Makler Flächen, die von Großmietern untervermietet werden. 160.000 Quadratmeter sind struktureller Leerstand, also Gebäude, die seit fünf Jahren zu mindestens 50 Prozent leer stehen. Laut Aengevelt war das etwa beim Thyssen-Trade-Center so, das jetzt zu Wohnungen umgebaut wird.

Bleibt ein Angebotsüberhang von nur 281.000 Euro oder drei Prozent des in Düsseldorf verfügbaren Büroraums. Aengevelt kritisiert die Zunahme von Share-Deals. Dabei werden nicht die Gebäude selbst, sondern die dahinter stehenden GmbHs übertragen. So wird die Gewerbesteuer umgangen. So gehen in Düsseldorf mehr als 30 Millionen Euro Grunderwerbsteuer pro Jahr verloren.

(tb)
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