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Düsseldorf
Lehner kritisiert Ausschüttung städtischer Töchter

Düsseldorf. Der Präsident der Düsseldorfer Industrie- und Handelskammer, Ulrich Lehner, hat sich kritisch zur von Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) verfolgten Ausschüttungspolitik bei den städtischen Tochterunternehmen geäußert. Beim CDU-Zukunftsdialog im Industrie-Club sprach Lehner über das Thema "Öffentliche Haushaltspolitik mit und ohne Schulden aus Sicht der Wirtschaft".

"Umsichtige Unternehmer strapazieren nicht ein Konzernunternehmen, um der Holding finanzielle Freiräume zu verschaffen. Gleiches sollte auch im Verhältnis der Stadt zu ihren Unternehmen gelten", forderte Lehner. "Dieser unternehmerische Grundsatz ist im Übrigen auch anwendbar auf die Frage nach der angemessenen Ausschüttungshöhe stadteigener Unternehmen." Damit spielt er auf die gestiegenen Ausschüttungen von Messe, Sparkasse und IDR an, die Geisel in den vergangenen Monaten durchsetzte. Gleichzeitig kritisierte Lehner, der auch Aufsichtsratsvorsitzender von Telekom und ThyssenKrupp ist, die geplanten Verkäufe städtischer Liegenschaften, etwa des Flughafengrundstücks. "Anstatt weitere kreative Maßnahmen wie Schulden, Verkäufe oder Ausschüttungen zur Bekämpfung der Symptome zu erdenken, raten wir Unternehmer zu einer Bekämpfung der Ursachen für die finanzielle Schieflage der Landeshauptstadt."

(tb)
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