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Düsseldorf
Licht und Schatten der Fahrradstadt Düsseldorf

Düsseldorf: Licht und Schatten der Fahrradstadt Düsseldorf
Matias Steinigk vom ADFC am Worringer Platz: Hier endet der vorbildliche Radweg der Kölner Straße - ohne Anschluss. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. In den vergangenen Jahren hat sich die Situation für Radfahrer zwar verbessert - doch es gibt noch Ärgernisse. Ende Mai führt eine mit dem ADFC erarbeitete Leser-Tour entlang positiver und negativer Beispiele. Von Denisa Richters

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ist die Lobby für Radfahrer und auch in Düsseldorf vertreten. Seine Aufgabe ist, der Stadt aufzuzeigen, wo es beim Radverkehr noch nicht rund läuft. Und das hat der ADFC in den vergangenen Jahren zum Leidwesen von manchen Verantwortlichen im Rathaus immer wieder gemacht. Seit mit Stephan Keller ein überzeugter Radfahrer das Verkehrsdezernat leitet, hat sich immer öfter auch Lob zu der Kritik gesellt. Neue Radwege werden angelegt, Lücken im Netz geschlossen, Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radler freigegeben. Mit der neuen Ampel-Mehrheit im Stadtrat rückt der zu lange vernachlässigte Radverkehr noch mehr in den Fokus. Bei der Ausarbeitung des Hauptradwegenetzes sitzt der ADFC sogar mit am Tisch.

"Das ist neu und begrüßenswert", sagt Matias Steinigk, im ADFC-Vorstand für Verkehrspolitik zuständig. Er kennt aber auch die Schwächen, auf die Radfahrer überall in der Stadt treffen: Radwege, die im Nichts enden, zu wenige und zu unsichere Abstellplätze, Konfliktsituationen mit Fußgängern, die mit anderer Planung leicht zu entschärfen wären. Seine generelle Kritik: Die Fahrbahnen für Pkw und Parkplätze stehen bei der Planung meist an erster Stelle, der Rest der Fläche werde dann auf Fußgänger, Radfahrer und Außengastronomie verteilt. Die Rheinische Post hat gemeinsam mit Steinigk eine Tour entlang einiger Licht- und Schattenseiten der Fahrradstadt ausgearbeitet. Bei der mobilen Redaktion am 30. Mai (s. Info-Kasten) können zehn Leser mitfahren. Steinigk wird ebenso dabei sein wie Verkehrsdezernent Keller.

Start ist um 12 Uhr am Oberbilker Markt, wo die Baustellensituation für Radfahrer eine Herausforderung ist. Auf dem vorbildlichen neuen Radweg auf der Kölner Straße geht es zum Worringer Platz, wo der Anschluss fehlt. Am Hauptbahnhof ist die Radstation zu loben, dafür fehlen draußen Stellplätze. Die nächste Station ist der S-Bahnhof Bilk, wo ein "Cycle Center" entstehen soll, aber auch gleich mehrere Schwachpunkte auszumachen sind. An der Himmelgeister Straße zeigt Steinigk das Fahrrad-Parkhäuschen, das er mit Anwohnern und Genehmigung der Stadt nach längerem Hin und Her durchgesetzt hat. Ähnliche Häuschen sollen in anderen Quartieren folgen. Auf dem Rückweg geht es durch die Lorettostraße, die zwar verkehrsberuhigt und radfahrerfreundlich ist. Die zahlreichen Zweite-Reihe-Parker machen es aber unübersichtlich. Der Endspurt führt am Rhein entlang, wo zwar der Ausblick schön ist, es aber am Wochenende so voll sein kann, dass der Radweg kaum ausreicht. Das Ziel ist der Burgplatz.

Quelle: RP
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