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Düsseldorf
Linke fordert Rücktritt des DRK-Vorsitzenden Olaf Lehne

Düsseldorf. Die Linkspartei fordert den Rücktritt des Kreisvorsitzenden des Roten Kreuzes (DRK), Olaf Lehne, wegen seiner Äußerungen nach dem Brand des Flüchtlingsheims. "Es ist verheerend, wenn der Vorsitzende einer angesehenen Hilfsorganisation die Bestrafung und Abschiebung seiner Schutzbefohlenen verlangt", so Sprecher Christian Jäger. Lehne missbrauche den Vorsitz, um sich mit rechtspopulistischen Sprüchen als Landtagskandidat für die CDU zu empfehlen.

Lehne hatte im Gespräch mit unserer Redaktion die Abschiebung der Brandstifter gefordert, falls sich die Anschuldigungen bestätigen. Außerdem hatte er dem Land NRW "Vollversagen" in der Flüchtlingskrise vorgeworfen. Der Politiker sitzt für die CDU im Stadtrat und will 2017 wieder für den Landtag antreten, dem er schon bis 2012 angehörte. Auch andere Politiker üben Kritik. SPD-Chef Andreas Rimkus wirft Lehne "billigen Populismus" vor. Die grüne Landtagsabgeordnete Monika Düker widerspricht seiner Kritik. "Das Land nimmt sehr wohl Rücksicht auf die besonderen Probleme Düsseldorfs und anderer Städte bei der Unterbringung von Flüchtlingen", sagt sie.

(arl)
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