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Schüleraustausch Comenius-Gymnasium
Literatur-Festival am Somerset College

Schüleraustausch Comenius-Gymnasium: Literatur-Festival am Somerset College
Höhepunkt dieser Woche: das Festival of Literature. FOTO: Anna Hochmuth
Düsseldorf/Brisbane. Immer mehr lernen die Comeniusschüler in Australien die Unterschiede zum deutschen Schulunterricht kennen. Ein Höhepunkt dieser Woche ist das Literatur-Festival am College.  Von Anna Hochmuth

Der 4. Tag in Australien begann für mich erwartungsvoll, da heute der Beginn eines drei-tägigen Festivals am Somerset College war. Beim " Festival of Literature " stellen verschiedene Autoren ihre Werke vor. Außerdem gibt es die Möglichkeit, ihnen Fragen zu stellen und ihre Werke zu kaufen. Wie meine Austauschschülerin Virginia mir erzählte, freuen sich die Schüler aber besonders auf das Essen dorf. Dies verstand ich sofort, als ich den festlich geschmückten Campus der Schule betrat; überall waren kleine Informations- oder Essenstände aufgestellt.

Beim Festival werden zahlreiche unterschiedliche Speisen angeboten. FOTO: Anna Hochmuth

Das Angebot an verschiedenen Speisen reichte von Wraps über Poffertjes bis hin zu spanischen Churros. Was mir daran besonders gefiel, war die Idee, dass das Essensangebot die Internationalität der Schule widerspiegelt. Die Vielzahl von verschieden gekleideten Schülergruppen ließ auf die Beliebtheit dieses Festivals schließen. Der Schultag war jedoch trotzdem sehr geregelt; wenn wir keine Pausen hatten, um das Fest zu geniessen, hatten wir Unterricht oder "Sessions" -  also Vorlesungen der Autoren.

Man kann den Unterricht in Australien mit unserem nicht vergleichen: In einem Kurs sind hier nicht mehr als etwa 20 Schüler und der Unterricht ist extrem locker gehalten, da sich Schüler beispielsweise nicht melden müssen, sondern einfach in die Klasse rufen. Einen Teil von Virginias Schultag heute hat mich jedoch besonders erstaunt: um 11 Uhr begann für sie ein spezieller Kurs, in dem Schüler 45 Minuten Zeit haben, um ihre Assignments, also Aufgaben jeglicher Art, zu planen und zu erledigen. Die Lehrerin ist nur für Fragen da oder um den Schülern Tipps bei ihren Arbeiten zu geben. Was aber eigentlich neu, und daher so ineressant für mich war, ist der Fakt, dass wir nicht etwa auf Stühlen an Tischen saßen, sondern einfach auf dem Boden verstreut. Wirklich verrückt!

In Australien gibt es eine spezielle Unterrichtsstunde, in der die australischen Schüler planen können. Dabei sitzen sie nicht etwa auf Stühlen, sondern auf dem Boden. FOTO: Anna Hochmuth

Natürlich liegt diese individuelle Unterrichtsgestaltung aber auch daran, dass das Somerset College eine Privatschule ist und es deshalb ganz andere Möglichkeiten als eine staatliche Schule hat. Das College bietet den Schülern nicht nur Bildung, sondern auch ein breitgefächertes Nachmittagsprogramm, zu dem beispielsweise die vielen unterschiedlichen Sportangebote zählen.

Vom schuleigenen Schwimmbad und Fitnessstudio sind wir alle total beeindruckt! Das Festival heute hat mir insgesamt extrem gut gefallen; ich freue mich schon total auf die nächsten beiden Tage.

Jetzt muss ich mich sogar ein bisschen beeilen, weil wir um 6 Uhr noch ein anderes kleines Fest mit den 10. und 11. Klassen der Schule haben. Ich glaube, das wird ein schöner Abschluss eines gelungenen Tages!

Zu den bisherigen Tagebucheinträgen gelangen Sie hier:
-  Bericht 1 von Bibiane Neisser
-  Bericht 2 von Hannah Neumann

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