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Düsseldorf
Lob und Kritik von Senioren und Behinderten

Düsseldorf. Noch ist nicht jeder Aufzug an den neuen U-Bahnhöfen in Betrieb, diejenigen, die funktionieren, haben es Christiane Andree aber durchaus angetan: "Sie sind relativ geräumig; ich kann mich dank meines speziellen Rollstuhls um die eigene Achse drehen, und auch die Holtaste ist so niedrig angebracht, dass ich problemlos herankomme", sagt Andree, die Mitglied des Arbeitskreises Bus und Bahn der Arbeitsgemeinschaft Düsseldorfer Behindertenvereine ist, bei einem ersten Test am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee. Von Marc Ingel

Was gestern noch nicht so gut klappte: "Es wurde in der Bahn nicht durchgesagt, ob der Ausstieg links oder rechts ist. Das ist für Rollstuhlfahrer aber wichtig zu wissen." Ein dickes Lob erhielten die Rheinbahn-Mitarbeiter an den Bahnsteigen, die jederzeit bereit gewesen seien, zu helfen. "Ob die aber auch an normalen Tagen in der Woche so zahlreich vor Ort sind, wage ich mal zu bezweifeln", sagt Andree.

Heinz-Werner Meier, Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr und Sicherheit des Seniorenrates, betont ebenfalls: "Die Rheinbahn darf jetzt nicht ihre bisher sehr gute Beratungs- und Informationstätigkeit einstellen. Es wird noch einige Tage, wenn nicht Wochen dauern, bis alle Unsicherheiten bei den Fahrgästen, gerade den älteren, ausgeräumt sind." Aber Meier ist zuversichtlich, dass zu Beginn zwangsläufig auftretende Defizite schnell beseitigt werden. "Die Rheinbahn ist da sehr zugänglich und zeigt sich dankbar für Tipps von unserer Seite." Vor allem die vielfach wegen der kleinen Schrift nur schwer lesbaren Haltestellen-Schilder seien auf Dauer so nicht zu akzeptieren. Meier: "Die müssen ausgetauscht werden."

Quelle: RP
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