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Düsseldorf
Logen im ISS Dome sind Ladenhüter

Düsseldorf: Logen im ISS Dome sind Ladenhüter
Typische Szenerie bei einem Eishockey-.Spiel: Die meisten Logen in den oberen Etagen sind unbesetzt und deswegen dunkel. FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Nur für 30 Prozent der Logen im ISS Dome gibt es Dauermieter. Neue Angebotspakete sollen die Auslastung erhöhen. Der Preis für eine Loge liegt für 40 Veranstaltungen im Jahr bei 65.000 Euro. In der Arena ist die Situation besser. Von Uwe-Jens Ruhnau

Die Stadttochter Düsseldorf Congress Sport & Events (DCSE) verstärkt ihre Anstrengungen, die Logen und Businessplätze in den Großhallen Arena und Dome besser zu vermarkten. Neue Angebotspakete werden aufgelegt, es gibt zusätzliche Marketinganstrengungen und Zielgruppenansprachen. Vor allem die Situation in der Rather Großhalle "ist nicht zufriedenstellend", wie DCSE-Chef Hilmar Guckert einräumt. Bei der Arena kommt es dagegen vor allem darauf an, dass die Fortuna nicht absteigt. "Das würde uns schwer treffen."

Im ISS Dome, der Spielstätte der DEG, gibt es 624 Business-Seats und 36 Logen. Die Business-Seats sind zur Hälfte an Dauernutzer vermietet, die Logen aber nur zu 30 Prozent. "Das Eishockey ist nicht so populär wie der Fußball", sagt dazu DCSE-Aufsichtsratschefin Helga Leibauer (SPD). Auch reichten zwei gute Saisons des Eishockey-Klubs nicht aus, um die Situation zu verbessern. Wer bei einem DEG-Spiel zu Gast ist und den Blick nach oben schweifen lässt, bemerkt die Vielzahl der dunklen Räume.

Abhilfe soll das neue Angebot "Show'n'Goals" schaffen. Dabei können die Kunden unterschiedlich viele Veranstaltungen buchen und wählen, ob sie eher Konzerte oder Sportveranstaltungen besuchen. Vermehrt sollen Handwerker und Privatleute angesprochen werden, das Vertriebsteam wurde um eine Kraft verstärkt. "Die Leute sind bereit, mehr Geld für ein Ticket auszugeben, wenn Angebot und Ambiente stimmen", sagt Guckert. Ein Business-Seat, etwa für das Konzert von David Guetta im Oktober, kostet 190 Euro, eine Loge für zehn Personen 2000 Euro. Der Preis für eine Loge liegt bei 40 Veranstaltungen im Jahr bei 65.000 Euro.

Der Preis in der Arena ist niedriger, liegt nämlich bei 55.000 Euro, es sind allerdings nur 18 Veranstaltungen in der 2. Liga inbegriffen. Konzerte kosten extra. Bei Beyoncé, die am 12. Juli in der Arena auftritt, sind auch die teuren Plätze nahezu komplett verkauft. Auch sonst sind die Zahlen gut: In Düsseldorfs größter Halle sind 90 Prozent der 1266 Business-Seats und 82 Prozent der Logen (18 von 22) dauervermarktet. Wie wichtig die Leistungen der Fortuna sind, zeigt der Blick auf das Erstligajahr, damals lagen die Vermietungsquoten bei 95,3 und 93,4 Prozent. Die aktuell noch guten Daten verdanken sich dieser Zeit und der Hoffnung, dass sich der Klub wieder fängt.

Läuft es bei Fortuna Düsseldorf dauerhaft wieder besser, kommt auch eine Option wieder in Betracht: gegenüber des Platinum-Clubs auf der Seite der Düsseldorf-Tribüne einen weiteren Business-Club einzurichten. "Dafür müssten wir aber einen Nachfrageüberhang haben", so Guckert. Aktuell rechne sich diese Investition nicht. Ein Fortuna-Abstieg dagegen wäre ein Schlag ins Kontor. Die Mieter würden wohl bleiben, so die Hoffnung des DCSE-Managements, aber die heutigen Preise wären in der 3. Liga nicht mehr zu halten. Aktuell nimmt DCSE mit Logen und Business-Seats 2,5 Millionen Euro ein.

Quelle: RP
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