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Düsseldorf
Mangel an Seniorenwohnungen

Düsseldorf. 3300 barrierefreie Wohnungen gibt es. Stadt und Land fördern den Umbau. Von Thorsten Breitkopf

In Düsseldorf gibt es aktuell nur rund 3300 altersgerechte Wohnungen. Das zeigt der Wegweiser für betreutes Wohnen. Die erst im Sommer vergangenen Jahres gestartete Internetseite umfasst rund 270.000 aktuelle Angebote in den 1500 größten deutschen Städten. Damit sind rund 80 Prozent der in ganz Deutschland angebotenen Wohnungen erfasst.

Laut einer aktuellen Erhebung der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau sind lediglich 1,7 Prozent der insgesamt 41 Millionen Wohnungen in Deutschland barrierefrei und entsprechen den Bedürfnissen älterer Menschen. Der Wegweiser für Betreutes Wohnen unter www.wegweiser-betreutes-wohnen.de ist die erste offene Internet-Plattform, über die sich Senioren, deren Angehörige und auch die Kommunen kostenlos über barrierefreie und betreute Wohnungen vor Ort informieren können.

"Suchanfragen anhand der individuellen Präferenzen oder ein Überblick, wo und in welchem Umfang altersgerechter Wohnraum in einem Bezirk oder einer Straße zur Verfügung steht - der Wegweiser bündelt das Angebot", sagt Michael Held, Geschäftsführer von Terragon, einem deutschlandweit agierenden Projektentwickler von Senioren- und Wohnimmobilien. "So zeigt die aktuelle Suchabfrage, dass in Düsseldorf aktuell rund 3300 altersgerechte Wohnungen zur Verfügung stehen."

Viele Düsseldorfer Wohnungen erfüllen nicht die heute üblichen Standards, was die Probleme älterer Menschen angeht. Die Immobilien sind selten barrierefrei und somit für Senioren oder gehbehinderte Menschen ungeeignet. Das Land NRW und die Stadt Düsseldorf bieten finanzielle Hilfen für den Umbau, für Eigennutzer und Vermieter. Gefördert werden bauliche Maßnahmen, durch die Barrieren in Häusern reduziert werden können. Förderfähig sind zum Beispiel der Einbau einer bodengleichen Dusche, ein unterfahrbarer Waschtisch, erhöhte Toilette, Haltegriffe, Grundrissänderungen zur Schaffung von Bewegungsflächen, die Schaffung stufenfrei erreichbarer Abstellflächen, der Einbau elektrischer Türöffner, ein Aufzug, die barrierefreie Gestaltung von Wegen sowie der Anbau eines neuen barrierefreien Balkons oder einer barrierefreien Terrasse.

Quelle: RP
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