| 16.43 Uhr

Dauerstreit in Düsseldorf
Mann schlägt mit Axt auf Mitbewohner ein und stellt sich

Versuchte Tötung in Flingern-Süd
Versuchte Tötung in Flingern-Süd FOTO: Gerhard Berger
Düsseldorf. In der Wetterstraße in Düsseldorf-Flingern gab es am Montagvormittag eine versuchte Tötung. Offenbar hat ein Mann seinen Mitbewohner mit einer Axt lebensgefährlich verletzt und meldete sich selbst bei der Polizei. 

Um 9.30 Uhr betrat ein 51-jähriger Düsseldorfer die Polizeiwache am Jürgensplatz und gab an, dass er seinen Mitbewohner umgebracht habe. Der Mann wurde daraufhin vorläufig festgenommen. Die Wache entsandte umgehend mehrere Streifen und Rettungsfahrzeuge in die Wetterstraße in Flingern-Süd.

Dort fanden die Beamten einen schwerstverletzten 34-jährigen Mann. Er befindet sich in intensivmedizinischer Behandlung und schwebt in Lebensgefahr. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, soll der mutmaßliche Täter mit einer Axt auf sein Opfer eingeschlagen haben. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt und wird derzeit kriminaltechnisch untersucht.

Die Ermittler der eingerichteten Mordkommission konnten die Angaben des Beschuldigten zwischenzeitlich anhand des Spurenbildes verifizieren. Demnach wirkte der 51-Jährige massiv mit stumpfer und scharfer Gewalt auf seinen Kollegen ein. Eigenem Bekunden zufolge könnten dauerhafte persönliche Streiterein um das jeweilige Eigentum des anderen der Auslöser für die Gewalttat gewesen sein. Die Tatzeit dürfte zwischen 8.30 und 9 Uhr liegen und damit unmittelbar vor dem Erscheinen des Mannes auf der Wache in Bilk.

Bewohner des Hauses mussten am Vormittag einen Personalausweis vorzeigen, wenn sie in ihre Wohnung wollen. Besucher des Kiosks im Erdgeschoss des Eckhauses und Anwohner beobachten den Polizeieinsatz, haben aber von der Tat nichts mitbekommen. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet.

Mit der Bluttat sollen ständige Streitereien um das jeweilige Eigentum des anderen eskaliert sein. Das 34-jährige Opfer ist Inhaber der Wohnung. Er soll den Älteren im September des vergangenen Jahres bei sich aufgenommen haben, als der aus dem Gefängnis freikam, wo er wegen Sachbeschädigung eine Strafe verbüßt hatte. Beide Männer sind bereits einschlägig polizeilich in Erscheinung getreten, jedoch nicht wegen Gewaltstraftaten. Da es Hinweise auf den Konsum von Rauschmitteln gab, wurde dem Beschuldigten Blut entnommen. Er wird am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt.

 

(skr/siev/irz)