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Düsseldorf
Mann stirbt nach Altstadtbesuch

Düsseldorf: Mann stirbt nach Altstadtbesuch
Das Lieferplätzchen in der Altstadt, in der Nähe der Mühlenstraße, ist auch als "Bermudadreieck" bekannt. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Der 31-Jährige brach in der Nacht zu Sonntag auf dem Lieferplätzchen zusammen. Er litt an einer offenbar bis dahin nicht entdeckten Erkrankung. Die Polizei sucht nach Zeugen des Vorfalls. Von Stefani Geilhausen

Tragisches Ende einer fröhlichen Partynacht: Ein 31-Jähriger, der zu Besuch in Düsseldorf war, ist in der Nacht zu Sonntag auf dem Lieferplätzchen in der Altstadt zusammengebrochen. Vergeblich versuchte ein Notarzt der Feuerwehr, ihn zu retten. Der Mann starb in den Morgenstunden in einem Krankenhaus.

Zeugen berichteten von einer Schlägerei, die auf dem als "Bermudadreieck" bekannten Platz neben dem ehemaligen Gerichtsgebäude stattgefunden hatte. Weil unklar war, ob der 31-Jährige in diese körperliche Auseinandersetzung verwickelt war, setzte die Polizei eine Ermittlungskommission ein. Kräfte der Hundertschaft, die die Altstadtwache anlässlich des Japantags verstärkten, sperrten die Liefergasse und das Plätzchen ab. Unter den hunderten Feiernden wurden Zeugen gesucht. Die Wirte der anliegenden Kneipen berichteten Sonntag von einer sehr vollen, aber durchaus friedlichen Nacht.

Als am Morgen die Todesnachricht aus der Klinik eintraf, wurde eine Obduktion des Leichnams angeordnet, die Ermittlungen auf den Verdacht eines möglichen Tötungsdelikts erweitert. Am Mittag dann die Gewissheit aus dem Rechtsmedizinischen Institut: Der Mann starb nicht durch eine Gewalttat, sondern wohl durch ein tückisches Aneurysma, von dem er womöglich selbst nichts wusste. Das Todesermittlungsverfahren dauere dennoch an, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Es bleibe zu klären, was geschah, bevor der Mann zusammenbrach.

In den Polizeiakten ist ein ähnlicher Fall auch nach mehr als vier Jahren noch ungelöst. Auf der Neubrückstraße war im Dezember 2010 ein damals 36 Jahre alter Neusser wohl im Verlauf einer Prügelei tödlich verletzt worden. Der Mann war offenbar unglücklich gestürzt und mit dem Kopf auf eine Bordsteinkante aufgeschlagen. Wie es zu der vorausgegangenen Rangelei gekommen war, ist bis heute ungeklärt. Auf die zahlreichen Zeugenaufrufe von Polizei und Staatsanwaltschaft, die in diesem Fall von einer Verkettung unglücklicher Umstände ausgehen, hat sich niemand gemeldet.

Auch im aktuellen Fall, der sich gegen 2.30 Uhr auf dem Lieferplätzchen ereignet hatte, werden Zeugen gesucht, die sich beim Kriminalkommissariat 11, Telefon 0211 8700, melden sollten.

Quelle: RP
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