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Düsseldorf-Süd
Mann wegen Mordversuch an Ex-Freundin vor Gericht

Düsseldorf-Süd. Für einen Mordversuch an seiner Ex-Freundin (57) wird einem 67-jährigen Platzwart eines Tennis-Clubs ab heute vor dem Landgericht der Prozess gemacht. Im April soll er die Ex-Gefährtin aufs Clubgelände im Düsseldorfer Süden gelockt haben, soll die Frau dort in einer Gartenlaube am Hals gepackt und fast getötet haben. Nur, weil ihre Hilferufe einen Passanten alarmierten, hat die Frau überlebt. Für den Prozess hat das Schwurgericht mehrere Verhandlungstermine reserviert.

Nach 16 Jahren hatte die Club-Spielerin ihre Beziehung zum Angeklagten kurz vor der Tat beendet. Da ahnte sie nicht mal, dass er schon seit Ende der 90er Jahre noch ein Verhältnis mit einer anderen Frau unterhielt, also während ihrer ganzen Beziehung ein Doppelleben geführt hatte. Die Frauen erfuhren voneinander erst nach der Festnahme des 67-Jährigen. Er hatte sich Stunden nach der Attacke gegen die Tennisspielerin telefonisch bei der Polizei gemeldet und einen Ort genannt, wo er "abgeholt" werden könne. Doch ob er nach seinem Würge-Angriff gegen die Ex-Freundin sich selbst töten wollte, indem er sich die Pulsadern aufschnitt, stellte der Angeklagte später unterschiedlich dar. Erst gab er an, er habe die Frau und dann sich töten wollen. Dann spielte er seine Verletzungen herunter, stellte auch seine Attacke gegen die 57-Jährige als Lappalie dar: Er habe die Frau "ein bisschen verhauen oder irgendwie sowas", meinte er telefonisch zur Polizei. Dem Opfer jedoch blieb die Szene in der Gartenlaube drastischer in Erinnerung. Die Frau berichtete sogar von Nahtoderfahrungen. So habe sie sich schon im Grab liegen sehen und ihre Schwester habe daneben gestanden.

(wuk)
 
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