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Düsseldorf
Mann wollte Kontrahenten aus Rache umbringen

Düsseldorf. An einem Sonntagmorgen im August waren zwei Gruppen junger Männer aus Nordafrika vor einer Bar am Worringer Platz aneinandergeraten. Aus einer Gruppe flog eine zerbrochene Glasflasche, traf einen 26-Jährigen im Gesicht. Er erlitt eine Schnittwunde. Angeblich um den Werfer an der Flucht zu hindern, habe der 26-Jährige (in Begleitung eines mitangeklagten 21-Jährigen) den Werfer verfolgt und gegen eine Hauswand gestoßen, sagte er gestern vor dem Landgericht. Als der Kontrahent am Boden lag, soll der 26-Jährige mehrfach dessen Kopf gegen ein Metallgitter geschlagen, dann wuchtig auf Kopf und Brustbein des Verletzten eingetreten haben. Laut Anklage wollte er den Mann töten. "Er hatte mir die Wunde zugefügt, das war schwer zu ertragen", so der Angeklagte. Weiter sagte er, er habe den Mann "nur an der Schulter" getroffen: "Ich wollte, dass er nichts mehr machen kann, sich bewegen oder so."

Erst auf Nachfrage bestätigte er dem Gericht doch noch, was er direkt nach der Prügelei der Polizei anvertraut hatte: "Wenn da nicht Leute dazwischen gegangen wären, hätte ich ihn getötet. Aber ich war halt nicht aggressiv genug." Sein als Helfer mitangeklagter Kumpan verweigerte gestern jede Aussage.

(wuk)
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