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"rolf Läuft" Nicht Mehr
Marathon-Aus nach Bruch des Mittelfußknochens

Düsseldorf. Benrath Unglücklicher konnte es für Rolf Pommerenke nicht kommen. Der Vorsitzende des Lauftreffs-Süd hatte Mitte Januar mit dem Training für den Düsseldorf Marathon begonnen und um Mitläufer geworben. Doch Freitag vor einer Woche machte ihm eine Verletzung einen dicken Strich durch seine sportlichen Ambitionen. Die Diagnose: Stressfraktur im Mittelfußknochen. "Ich darf den Fuß nicht belasten und bin mit Unterarm-Gehhilfen unterwegs, das dauert mindestens sechs Wochen", erzählt Pommerenke, und die große Frustration klingt deutlich mit. Von Beate Gostincar-Walther

Eine solch langwierige Verletzung habe er sich noch nie zuvor zugezogen. "Sechs Wochen an Krücken - das ist für mich ein absolutes Novum", stellt er lakonisch fest. Zum Glück müsse nichts operiert werden und er habe auch keinen Gips. Doch das Abrollen des Fußes sei gefährlich, deshalb seien die lange Auszeit und die Gehhilfen notwendig. Anfang März rechnet der 51-Jährige damit, dass er den Fuß wieder belasten darf. An marathonreifes Training, geschweige denn eine Teilnahme am Düsseldorfer Marathon, der am 24. April startet, sei gar nicht zu denken. Dabei lief alles gut an am ersten Trainingstag, dem 9. Januar. Rolf Pommerenke bescheinigte sich selbst eine gute Form und suchte neue Mitstreiter für das Training und den Marathon. "Am vorigen Samstag waren vier Neue dabei, die sind mit unseren Mitgliedern 13 Kilometer gelaufen", sagt der 51-Jährige. Allerdings seien es keine Marathon-Aspiranten. Eine Woche zuvor habe er einen Läufer mit dem Fahrrad rund um den Unterbacher See - die Marathon-Trainingsstrecke - begleitet, weil der Fuß bereits schmerzte.

Trotz Handicap will der Vorsitzende des Lauftreffs weiterhin samstags um 13 Uhr auf dem Vereinsgelände an der Paulsmühlenstraße Interessierten mit Rat zur Seite stehen. Laufbegleitung gebe es immer - nur für die Marathon-Strecke aktuell leider nicht.

So ganz ohne Marathon kann Pommerenke allerdings doch nicht leben. "Ich habe mir die Höchststrafe angetan und mich in die Helferliste eingetragen", sagt er mit einem deutlichen Schuss Galgenhumor. Gemeinsam mit anderen vom Lauftreff-Süd werde er an einem Verpflegungstand und Streckenposten an der Königsallee stehen. Anfeuern ist dabei unbedingt Ehrensache, ganz gleich wie bitter es auch ist, selbst nicht dabei sein zu können.

Quelle: RP
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