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Landtagswahl NRW
Marco Schmitz, CDU

Landtagswahl NRW: Marco Schmitz, CDU
FOTO: Endermann Andreas
Marco Schmitz ist ein echter Gerresheimer Jong. Er ist in dem Stadtteil aufgewachsen und lebt auch heute dort mit seiner Frau und dem 15 Monate alten Sohn.

"Fremdgegangen" ist er während der Schulzeit, als es ihn so wie die beiden älteren Schwestern zum Ursulinen-Gymnasium zog. Das Studium der Politikwissenschaften mit den Nebenfächern Politische Bildung und Öffentliches Recht absolvierte er in Würzburg.

Der 38-Jährige ist sehr optimistisch, dass er es am 14. Mai in den Landtag schafft und spricht von einer 80-prozentigen Wahrscheinlichkeit, den Kampf um das Direktmandat im Düsseldorfer Osten zu gewinnen. Gut gebrüllt, Löwe, das Selbstbewusstsein ist allerdings auch alternativlos: Platz 100 auf der Reserveliste der Landes-CDU ist kein Traumlos.

In die Politik eingestiegen ist Schmitz als Jugendlicher. Mit 17 trat er in die Junge Union ein und baute so gute Drähte in der Partei auf, dass er 2008 noch einige Monate im Büro von Oberbürgermeister Joachim Erwin arbeitete. Unter dessen Nachfolger Dirk Elbers blieb er vor Ort und war für die Themen Familie, Jugend, Gesundheit und Soziales zuständig - dass er zusätzlich auch als Brauchtumsbeauftragter fungierte, ist ein Schmankerl am Rande. Ein Thema, mit dem mancher Kollege Probleme gehabt hätte. "Ich nicht."

Dass Schmitz ein flexibler Mann ist, ist seinen beruflichen Wechseln anzusehen. Nach der Station im OB-Büro war er von 2012 bis 2014 Geschäftsführer des Job-Centers Düsseldorf. Von dort ging er zum Deutschen Städtetag, wo er heute Verwaltungsleiter ist und in seinen Büros in Köln und Berlin "den Laden schmeißt". So sind unter anderem die Abteilungen Personal, IT und Finanzen bei ihm angesiedelt.

Auswirkungen hatten diese Tätigkeiten auf das politische Engagement. Denn die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung, bei dem der Arbeitgeber auch Kontrollfunktionen auf anderer Ebene wahrnimmt, verbot beispielsweise die Kandidatur für den Stadtrat. Schmitz saß von 2004 bis 2008 in der Bezirksvertretung 7 (Gerresheim, Grafenberg, Hubbelrath, Knittkuhl, Ludenberg). Die Entwicklung des Glasmacherviertels beschäftigte ihn damals, der Umbau der Benderstraße wurde erst später virulent. "Ein absoluter Erfolg, das sagen eigentlich alle", meint Schmitz, der heute wieder in der Bezirksvertretung mitmischt.

Im Team der Düsseldorfer CDU-Kandidaten für den Landtag hat Marco Schmitz das Thema Bildung als Schwerpunkt. Der Kampf gegen Unterrichtausfälle und für mehr Lehrer steht auf dem Zettel ganz oben, wichtig ist ihm auch der Erhalt der Förderschulen und eine bessere Förderung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer.

Von der RP-Wahlveranstaltung mit Schülern nahm er diese Woche die Botschaft mit, dass die Datenübertragung an den Schulen mangelhaft ist. Die jüngsten Umfragewerte beflügeln Schmitz' Optimismus und Tatendrang. An mehr als 700 Türen im Wahlkreis hat er bereits geklopft, 5000 sollen es mindestens werden. "Rund die Hälfte der Menschen macht auf", ist seine Erfahrung. Uwe-Jens Ruhnau

Quelle: RP
 
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