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Düsseldorf
Marienkrankenhaus schließt in Kaiserswerth

Düsseldorf. Der Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD) strukturiert einen Teil seiner Häuser um. Das Marienkrankenhaus in Kaiserswerth mit 101 Betten und 225 Mitarbeitern soll seinen Standort Ende 2018 verlassen, Patienten und Personal sollen aber im bis dahin erweiterten St.-Vinzenz-Krankenhaus untergebracht werden. Von Sonja Schmitz

Wie ein VKKD-Sprecher erklärte, würden bereits jetzt Ärzte an beiden Standorten arbeiten. Das Marienkrankenhaus ist die kleinste von fünf Kliniken des Verbunds und auf orthopädische Behandlungen spezialisiert. "Die krankenhauspolitischen Rahmenbedingungen erfordern eine Konzentration der Standorte", erklärt Jürgen Braun, Vorsitzender der VKKD-Geschäftsführung. Mit der Verlagerung eröffneten sich neue Perspektiven. "Am St.-Vinzenz-Krankenhaus werden wir einen neuen altersmedizinischen Schwerpunkt entwickeln, auch mit Querschnittsaufgaben für das Marien Hospital Düsseldorf in Pempelfort und das Augusta-Krankenhaus in Rath."

Platz für die Verlagerung wird durch die Aufgabe des Pflegeheims Katharina Labouré geschaffen. Die Einrichtung mit 175 Bewohnern und 100 Mitarbeitern an der Tußmannstraße neben dem St. Vinzenz-Krankenhaus soll bis Mitte 2018 auslaufen und für Krankenhauszwecke umgerüstet werden. Bewohner und Mitarbeiter sollen die Möglichkeit erhalten, in Einrichtungen des Caritasverbands Düsseldorf unterzukommen. "Wir möchten niemanden entlassen. Die erworbenen Rechte aller Mitarbeitenden bleiben erhalten", so Braun.

Das Gebäude des Pflegeheims stammt aus den 1970er Jahren und lässt sich laut VKKD nicht zu einer zukunftsfähigen Wohnanlage umbauen. Das wäre aber nötig, weil ab Mitte 2018 die Bestimmungen des Wohn- und Teilhabegesetzes umgesetzt werden müssen. Mit der Umstrukturierung hat der VKKD sich also gleich von zwei Problemen befreit. Im Zuge der bundespolitischen Debatte um die Schließung von kleinen Kliniken war das Marienkrankenhaus bereits häufiger als Streichkandidat im Gespräch. Die Immobilie befindet sich im Besitz der Gemeinde St. Suitbertus.

Quelle: RP
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