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Düsseldorf-Süd
Maroc und Hillal: Fusionierung läuft

Düsseldorf-Süd. Aus den beiden marokkanischen Fußballclubs soll einer werden. Das haben jetzt auch die entsprechenden Mitgliederversammlungen beschlossen.

Der FC Maroc und sein bisheriger Konkurrent MSV Hillal sollen bald unter einem neuen Vereinsnamen zusammengelegt werden. MSV Düsseldorf (Marokkanischer Sport Verein) soll der Club heißen, dessen erstes Herrenteam in der Bezirksliga auflaufen soll.

"Die Mitglieder beider Vereine haben für die Fusionierung gestimmt. Jetzt muss der Verband noch zustimmen", bestätigte der Maroc-Vorsitzende Mohamed Aouna der Rheinischen Post. Laut ihm profitieren von der Fusionierung beide Clubs, vor allem sportlich. Denn den Verantwortlichen geht es in erster Linie darum, langfristig mit konkurrenzfähigen Teams im Herren- und Juniorenbereich vertreten zu sein.

Tatsächlich scheint es, als könne der neue Verein vor allem von den personellen Synergien profitieren. Bei den Herrenteams beider Vereine haben bereits viele Spieler ihren Verbleib angekündigt, auch im Falle der Fusion. Der neue MSV Düsseldorf wird voraussichtlich vier Senioren- und sechs Juniorenmannschaften in den Ligabetrieb schicken, vorausgesetzt der Verband gibt Grünes Licht.

Auch was die Vereinsführung angeht, ist Aouna optimistisch: "Bei Maroc lastete bisher viel Arbeit auf wenigen Leuten. Ich denke, dass wir auch im Vorstand deutlich breiter aufgestellt sein werden", sagt er.

Einige Fragen sind jedoch noch offen: Unklar ist vor allem, wo der neue Verein künftig spielen soll. Weder der Sportplatz an der Heidelberger Straße, den sich Hillal derzeit mit Vatangücü teilt, noch der Sportpark Niederheid, in dem neben Maroc auch der SFD '75 beheimatet ist, haben Kapazitäten für einen größeren Verein. Bis man sich mit der Stadt geeinigt hat, soll der Spielbetrieb vorerst auf beiden Anlagen stattfinden.

Die Initiative zur Fusionierung ging anfangs vom MSV Hillal aus. Verantwortliche des Clubs waren Anfang April mit dem Maroc-Vorsitzenden Aouna in Kontakt getreten. Schnell wurde man sich über die Eckpunkte eines neuen Clubs einig.

Identifikationsprobleme seitens der Mitglieder mit dem neuen Namen gibt es laut Aouna nicht: "Beide Vereine waren noch sehr jung. Da trauert keiner einem alten Vereinsnamen hinterher", sagt er. Der FC Maroc wurde 2008 gegründet, in der Saison 2009/2010 nahmen seine Teams erstmals am Spielbetrieb teil. Auch alte Streitigkeiten zwischen den Vereinsverantwortlichen der Clubs sind lange aus dem Weg geräumt.

"Dem Neuanfang steht von uns aus nichts im Wege", stellt Aouna fest. Die notwendigen Unterlagen sollen in der kommenden Woche beim Verband eingereicht werden. Gibt dieser Grünes Licht, soll die Fusionierung beim Notar zügig abgeschlossen werden.

Quelle: RP
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