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Martin Baltscheit... fördert Leseprojekt

Düsseldorf. Im Hause Baltscheit gelten klare Regeln: Jeweils am Dienstag und am Donnerstag und manchmal auch am Wochenende dürfen die beiden neunjährigen Zwillinge Ben und Teo für eine Stunde ans iPad. Ansonsten wird in ganz realen Büchern gelesen.

Mit Umblättern und manchmal auch mit Reinkritzeln (Tochter Flora ist drei Jahre alt). "Mit Apps und iPads ist es wie mit Sahne und Pommes, die schmecken gut, sind aber nicht nahrhaft", sagt Vater Martin Baltscheit, einer der fleißigsten Kinderbuchautoren Deutschlands.

Und was nährt den Nachwuchs? "Ein Buch inspiriert dich, es tröstet dich, du lebst mit ihm und es lehrt dich oft Unvergessliches", sagt der 52-Jährige. Das klingt nach Liebeserklärung und es ist wohl auch eine. Und so darf sich das Netzwerk "Düsseldorfer Lesebande" freuen, dass der Illustrator, Sprecher, Bilderbuch- und Theaterautor gestern Abend im UCI-Kino an der Hammer Straße das bis zum 21. November laufende Düsseldorfer Lesefest eröffnete. "Im Kino hast du ein Mikrofon mit einem tollen Sound und eine Leinwand, die deine Bilder in unerwarteter Größe zeigt - deshalb lese ich unheimlich gern in einem Kinosaal.

" Bereits am Vormittag hatte der gebürtige Düsseldorfer, der mit Frau Tine und den Kindern in Unterbilk lebt, in der Bonifatiusschule vor 340 Kindern aus seinen Büchern vorgelesen. "Wenn man 330 Tage am Schreibtisch sitzt, ist das beglückend", sagt der Autor der Geschichten vom Löwen, der nicht schreiben konnte und vom Fuchs, der den Verstand verlor. Seine Fans dürfen sich freuen: Baltscheit arbeitet an einer Fortsetzung von "Nur ein Tag". Wildschwein und Fuchs werden sich darin Gedanken um die große Liebe machen.

Nicht mehr dabei ist die Eintagsfliege aus dem ersten Band. Das ist traurig, am Ende aber vollkommen logisch. Jörg Janßen

Quelle: RP
 
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