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Düsseldorf
Meckenstock versteigert Schönes und Scheußliches

Düsseldorf: Meckenstock versteigert Schönes und Scheußliches
Rund 180 Gäste lauschten Auktionator Manes Meckenstock bei der Versteigerung im "Fuchs im Hofmanns". FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Schachbretter, aber ohne Figuren, Kissen, Gipsfiguren und Überraschungspakete ergeben am Ende 2500 Euro für den guten Zweck. Von Nicole Esch

"Diesen schwarzen Schal können sie bei einer Beerdigung tragen. Die eine Seite ist schlicht, die andere aus Lamé. So können sie selbst entscheiden, ob sie die lustige oder die traurige Witwe sind."

Manes Meckenstock ist in seinem Element. Mit viel rheinischem Humor und lockeren Sprüchen bringt er bei der Neujahrsversteigerung fast alles, was gestiftet wurde, an den Mann. Rund 180 Gäste sind zum "Fuchs im Hofmanns" in Unterbilk gekommen, um Schönes und auch Hässliches zu ersteigern und sich von dem Kabarettisten unterhalten zu lassen, denn auch das gehört dazu. Schachbretter ohne Spielsteine gibt es da, Daunenkissen, Frühstücksgutscheine, Bilder, Alkohol, eine kitschige Gipsfigur mit Spiegel oder ein Porzellanschwein. Insgesamt rund 50 Stücke preist Meckenstock gekonnt an, wirbt mit den Internetpreisen und beschimpft die Bieter schon mal liebevoll, wenn sie nicht genug zahlen wollen. Mit einigen Stücken liebäugelt der Auktionator selber. "Die Kristall-Bowle würde ich selber gerne ersteigern, die ist toll", findet er.

"Ist der nicht süß? Einfach herrlich!" Monika Bothe ist stolz auf den großen Plüschelefanten, den sie für 15 Euro ersteigert hat. Als sie ihn sah, wusste sie sofort, der gehört ihr. "Behalten werde ich ihn nicht. Aber ich weiß noch nicht, wer ihn bekommt." Einige Stücke kommen auch vom Auktionator selbst. So wie das aufbäumende Pferd aus weißem Porzellan. "Dat han isch jeschenkt jekriegt. Das kann man auch fein mit auf einen Polterabend nehmen", preist er das gute Stück an. Das hat Christian Dörner, der das Pferd für zehn Euro gekauft hat, aber nicht vor. "Ich habe zu Hause Kaffeetassen mit Pferdemotiven. Dazu passt das sehr gut. Und es ist sehr inspirierend", sagt der Düsseldorfer augenzwinkernd. Ganz besonders die Überraschungspakete sorgen für Spannung. Meckenstock gibt zwar kleine Hinweise auf deren Inhalte, die Bieter kaufen aber die Katze im Sack. Das Paket "Alkohol kann tödlich sein" entpuppt sich beispielsweise als Flasche in Totenkopfform. Doris Edelburg verkauft selbstgemachten Eierlikör. "Das mache ich bei jeder Versteigerung von Manes", erzählt die Hildenerin. Damit hat sie 211 Euro für die BürgerStiftung gesammelt. "Viele geben auch mehr als die zwei Euro für den Becher. Oder spenden so", sagt Edelburg. Nach zwei Stunden kann sich die BürgerStiftung über einen Erlös von 2500 Euro freuen.

Quelle: RP
 
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