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Düsseldorf
Mediator vermittelt im Streit zwischen Vereinen

Düsseldorf. Das Landgericht gab der Dauerfehde zwischen dem Eisenbahner-Sportverein und den Yellowstone Indianern gestern eine ganz neue Richtung. Der Appell von Richter Marius Wördehoff zur Besinnung auf die Aufgaben der Vereine fand Gehör. Statt sich mit Prozessen das Leben gegenseitig weiter schwer zu machen, willigten beide Seiten nach jahrelangem Knatsch ein, eine gerichtsinterne Mediation durch einen Güte-Richter zu nutzen. "Da kommt alles auf den Tisch, es geht um alles", so der Richter.

Den ersten bekannt gewordenen Prozess gab es, als der Indianer-Club einst eine Videokamera am gepachteten Gelände in Flingern installierte, um dort den Vandalismus einzudämmen. Aktuell liegen dem Landgericht drei weitere Klagen und Gegenklagen vor, eine vierte ist nach RP-Informationen in Vorbereitung. Mal geht es darum, ob der Vorstand des Sportvereins ordnungsgemäß gewählt wurde, mal um die Räumungsklage des Sportvereins gegen den Indianer-Club wegen angeblicher Mietrückstände. Oder die Sportler streiten sich mit den Freizeit-Indianern um den Vereins-Ausschluss des Oberindianers, der auch Mitglied im Sportverein ist. Richter Wördehoff erinnerte daran, dass beide Vereine vorrangig dem Gemeinwohl dienen. Wie die Einigung aussehen könnte, damit zwischen Sportlern und Indianern und Besuchern wieder ein normales Miteinander herrscht, ist noch ungewiss.

(wuk)
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