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Düsseldorf
Mehr Chancen für schwächere Kinder

Düsseldorf. Der Düsseldorfer Verein "Gemeinsam Leben und Lernen", der sich für inklusive Bildung einsetzt, will, dass mehr begabte Förderschule eine Chance erhalten, auf eine reguläre Schule zu wechseln. Anlass ist die Ausstrahlung eines Fernsehfilms, der sich unter dem Titel "Für dumm erklärt" mit dem Schicksal des heute 19-jährigen Nenad befasst. Nach Darstellung der Filmautoren wurde der Junge trotz normaler Begabung in Köln elf Jahre an einer Förderschule für Kinder mit geistiger Behinderung unterrichtet.

"Aus unserer Beratungsarbeit kennen wir viele Fälle, in denen Kinder aufgrund fehlender Sprachkenntnisse als minder begabt eingestuft werden. Auch Kinder aus wirtschaftlich und sozial benachteiligten Verhältnissen sind in der Gefahr, dass ihnen eine zusätzliche Förderung verwehrt wird und sie stattdessen mit dem Etikett ,behindert' versehen werden", heißt es in einer von "Gemeinsam Leben und Lernen" mitunterzeichneten Erklärung. Wer normal begabt sei, müsse auf eine reguläre Schule, denn Tatsache sei, dass nach wie vor zahlreiche Schüler "das Sonderschulsystem ohne Abschluss verlassen".

(jj)
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