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Düsseldorf
Mehr Flieger werden über Gerresheim geleitet

Düsseldorf. Anwohner in den Stadtteilen Gerresheim, Ludenberg und Hubbelrath haben zuletzt verstärkt ihren Unmut darüber geäußert, dass insbesondere morgens zwischen 6 und 7 Uhr sowie abends zwischen 22 und 23 Uhr der Flugverkehr stark zugenommen habe. Auch Patienten des Gerresheimer Krankenhauses klagen über Störungen ihrer Nachtruhe.

In einer Anfrage für die Bezirksvertretung 7 hat die CDU darauf aufmerksam gemacht, dass ein Überflug dieser Stadtteile lediglich für den Ausnahmefall - falls die Hauptflugrouten überlastet sein sollten - zugelassen sei. "Die Ausnahme scheint nun zum Regelfall zu werden", so die Partei, die die Verwaltung gebeten hat, Informationen bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) einzuholen, ob es Änderungen bei den Flugrouten gegeben habe.

Nach Auskunft der DFS liege keine Änderung der Flugrouten vor. Hintergrund sei vielmehr ein anderer: Je nach Windrichtung werde der Flughafen aus südwestlicher oder nordöstlicher Richtung angeflogen. Bei westlichen Windrichtungen würden die Flugzeuge aus Richtung Essen, bei östlichen aus Korschenbroich landen. Bei Landungen aus Korschenbroich würden die aus östlichen Richtungen kommenden Flugzeuge dann auch über Gerresheim geleitet. Im Durchschnitt würden normalerweise pro Jahr 70 bis 80 Prozent der Anflüge aus Richtung Essen und lediglich 20 bis 30 Prozent aus Richtung Korschenbroich stattfinden. Zwischen dem 1. Mai und dem 14. Juni wären aber tatsächlich an rund 50 Prozent der Tage die Flieger über Korschenbroich reingekommen. Grund hierfür: eine ungewöhnlich lang andauernde Wetterlage mit Windrichtungen, die Landungen aus Richtung Korschenbroich erforderlich gemacht hätten.

(arc)
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