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Düsseldorf
Mehr Flüchtlings-Unterkünfte geplant

Fotos: Traglufthalle für Flüchtlinge in Düsseldorf aufgebaut
Fotos: Traglufthalle für Flüchtlinge in Düsseldorf aufgebaut FOTO: dpa, fg jai
Düsseldorf. Die Stadt hat bekanntgegeben, wie sie die weiter steigende Zahl von Flüchtlingen unterbringen will. Geplant sind sieben weitere Modulbauanlagen, sie sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Außerdem will die Stadt bestehende Immobilien zu Sammelunterkünften umbauen. Sechs Objekte sind beschlossen, weitere 36 in Prüfung.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass sich die Zahl der Flüchtlinge in kommunaler Unterbringung von derzeit rund 5120 bis Jahresende nahezu verdoppelt, wenn weiter die gleiche Anzahl von Flüchtlingen nach Deutschland kommt. Wie berichtet, moniert das Land NRW zudem, dass Düsseldorf seine Quote in der Unterbringung um 3500 Plätze unterschreitet. Das Minus soll die Stadt nun zusätzlich ausgleichen.

Die Stadtverwaltung will sich gegen dieses Vorgehen wehren. Sie beklagt einen Rechenfehler. Die Kritik: Städte wie Düsseldorf, in denen das Land eigene Unterkünfte unterhält, würden bei der Errechnung der Quote benachteiligt. In Arnsberg weist man diesen Vorwurf zurück. "Das können wir so nicht nachvollziehen", sagt ein Sprecher. Die Quote werde für alle gleich ermittelt.

Hintergrund: Flüchtlinge in Turnhallen

Drei neue Modulanlagen werden bald in Betrieb gehen. Die Anlage am Karweg (Holthausen) mit 160 Plätzen startet Ende Februar, die Standorte Duderstädter Straße (Hellerhof) und Auf'm Tetelberg (Bilk) folgen im 2. Quartal. Sieben weitere sollen gebaut werden. Es handelt sich um Grundstücke am Franz-Rennefeld-Weg sowie den Straßen In der Nießdonk/Am Kirschbaum (beide Lichtenbroich), Zum Gut Heiligendonk (Rath), Torfbruchstraße (Gerresheim), Lützenkircher Straße (Wersten), Ickerswarder Straße (Wersten/Himmelgeist) und Ingeborg-Bachmann-Straße (Hellerhof). Die Stadt plant dabei offenbar teilweise mit höheren Belegungen. Bisher haben die Modulanlagen bis zu 200 Plätze, nun ist die Rede von 150 bis 550. Die Anlagen sollen in so fester Bauweise errichtet werden, dass sie sich langfristig und später auch von anderen Personengruppen nutzen lassen.

Neue Sammelunterkünfte soll es ab dem 2. Quartal an folgenden Straßen geben: Höherweg (Flingern-Süd/Lierenfeld), Kieshecker Weg (Lichtenbroich), Graf-Adolf-Straße (Friedrichstadt), Markenstraße (Oberbilk), Nördlicher Zubringer (Mörsenbroich/Rath/Unterrath/Lichtenbroich) und Robert-Stolz-Straße (Mörsenbroich). Insgesamt werden dort rund 1400 Plätze neu geschaffen. Weitere Vertragsgespräche über Immobilien laufen.

Fotos: Wo Flüchtlinge wohnen können FOTO: dpa, rwe jai
(arl)
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