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Düsseldorf
Mehr Geld zur Förderung von Kreativen

Düsseldorf. Das städtische Zentrum für Kreativwirtschaft will 150.000 Euro zusätzlich. Die Grünen haben Fragen.

Das Kompetenzzentrum für Kultur und Kreativwirtschaft soll nach dem Willen der Stadtverwaltung mehr Geld erhalten. Für zusätzliche 150.000 Euro im kommenden Jahr soll unter anderem eine digitale Plattform entstehen, die bei der Zwischennutzung von Immobilien helfen soll. Das geht aus einem Antrag hervor, der am Donnerstag dem Kulturausschuss vorgelegt wird. Dort ist das Zentrum - zuvor hieß es "Koordinierungsstelle" - auch Thema aus einem anderen Grund: Die Grünen wollen wissen, was es eigentlich für Künstler tut - keine unheikle Frage. Denn es war einst von der Ampel-Kooperation aus SPD, Grünen und FDP zur ämterübergreifenden Unterstützung sowohl von Kreativwirtschaft als auch von Künstlern gedacht gewesen. Dann wurde die neue Abteilung aber bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt - und setzt ihren Schwerpunkt bislang offenbar bei der Unterstützung von Unternehmen. Die Grünen müssen sich daher um ein zentrales Wahlversprechen in der Kultur sorgen, sie wollten sich für mehr städtische Hilfe für die Off-Szene einsetzen.

Die Stadtverwaltung dürfte darauf verweisen, dass Themen wie die nun stärker geförderte Zwischennutzung für beide Zielgruppen interessant sind. Die Politik erhofft sich, dass mehr Kreative die Möglichkeit erhalten, für einen begrenzten Zeitraum ein leerstehendes Objekt zu nutzen und dadurch Nischen im schwierigen Immobilienmarkt finden - und dazu besondere Objekte wie etwa die ehemalige Schraubenfabrik, in die das Boui Boui Bilk eingezogen ist. In diesem Monat hat der vierte Mitarbeiter des vor einem Jahr eingerichteten Zentrums seine Arbeit aufgenommen, er soll sich unter anderem um das Thema Zwischennutzung kümmern. Alle vier Stellen sind durch Versetzungen in der Verwaltung entstanden. Im laufenden Jahr hat das Zentrum einen Etat in Höhe von 170.000 Euro.

(arl)
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