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Düsseldorf. nicole.kampe @rheinische-post.de

Dass die Sicht auf den Rhein bis Mitte Oktober versperrt sein könnte durch den geplanten Pavillon, das klingt für manchen nach einem Luxusproblem. Dass die Anwohner aber erst Anfang August informiert wurden, spätestens ab Montag (Spatenstich) mit einer Großbaustelle leben zu müssen, ohne wirklich zu wissen, wo sie ihre Pkw abstellen können, ohne zu wissen, wie viel Lärm die Baustelle produziert, das nimmt schon eine ganz andere Dimension an. Und nicht nur die Bauzeit wird zur Belastung für die Anwohner - auch beim Festival selbst müssen sie sich auf - im Zweifel - Menschenmengen und Krach gefasst machen. Ein besserer Weg wäre gewesen, wenn Metro und Festival-Planer frühzeitig mit den Anwohnern in Kontakt getreten wären und gemeinsame Lösungen erarbeitet hätten. Nicht zuletzt waren es die Nachbarn der Reuterkaserne, die viel Geld investiert haben, um Oberbürgermeister Thomas Geisels Aufruf nach Orkan Ela zu folgen, und für neue Bäume Geld zusammengesammelt haben. Eine Kunstwiese ist entstanden am Rheinufer, die für Werbezwecke nun deformiert wird.

Natürlich versichert die Metro, alles wieder so herzurichten, wie es einmal war. Hätte man früher mit den Menschen dort gesprochen, wären die Organisatoren vielleicht auf die Idee gekommen, das Projekt zum Johannes-Rau-Platz auszulagern, dort wo Jahr für Jahr große Events stattfinden.

Quelle: RP
 
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