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Düsseldorf
Mehr Unfälle mit Senioren und Kindern

Düsseldorf. Polizei stellt Unfallstatistik in der Bezirksvertretung 2 vor. Zweite-Reihe-Parker behindern zunehmend Rettungswagen.

Die Zahl der Unfälle im Stadtbezirk 2 hat im vergangenen Jahr zugenommen. Die von der Polizei in der zuständigen Bezirksvertretung vorgestellte Statistik weist 26 Unfälle mehr als noch im Jahr zuvor auf. Zwar gibt es insgesamt weniger Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kamen, analysiert man die Auswertung aber bezogen auf bestimmte Personengruppen, so gibt es einige bedenkliche Entwicklungen.

So gab es im Süden von Flingern ebenso wie auch in Düsseltal einen Anstieg von vier Unfällen, bei denen Kinder verletzt wurden. Laut Polizei gab es allerdings keine erkennbaren Brennpunkte, zu den Unfällen sei es an unterschiedlichen Orten gekommen. Auch bei Senioren, die in Unfälle verwickelt worden sind, ist die Entwicklung negativ, fünf Männer und Frauen mehr als noch 2014 wurden verletzt. Die Zahl der Fahrradunfälle ist ebenfalls leicht angestiegen, die Polizei versucht durch verstärkte Kontrollen gegenzusteuern. Erstaunlich: Obwohl die Aufklärungsquote bei Unfallfluchten bei 70 Prozent liegt, musste die Polizei feststellen, dass noch mehr Verursacher sich unerlaubt vom Unfallort entfernt haben als noch 2014.

Bezirksbürgermeister Uwe Wagner (SPD) hat sich berichten lassen, dass es an der Kreuzung Cranach- und Lichtstraße in letzter Zeit zu vielen Beinahe-Unfällen gekommen sei. Die Vertreter der Polizei in der Bezirksvertretung nahmen diesen Hinweis auf, Beinahe-Unfälle würden allerdings nicht in der Unfallstatistik auftauchen.

Michael Kendura (SPD) hat beobachtet, dass die Zahl der Rotlichtverstöße - vor allem an der Rethelstraße und am Brehmplatz - zugenommen hätten. An bekannten Brennpunkten werde die Polizei zwar aktiv, Schwerpunkt der Kontrollen würden allerdings die Geschwindigkeitsüberschreitungen bleiben.

Eines ärgert Bezirksbürgermeister Wagner besonders: Rettungswagen können auch in Notsituationen Straßen nicht passieren, da Fahrzeuge in zweiter Reihe parken würden. Der Polizei sei dieses Problem zwar bekannt, die Überwachung des ruhenden Verkehrs liege jedoch bei der Kommune, die Polizei habe keine Kapazitäten für das "Ablaufen von Wohnvierteln".

(hgw)
 
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