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Düsseldorfer Norden
Mehr Wohnungseinbrüche und Autodiebstähle

Info: So hat sich die Kriminalität in Düsseldorf entwickelt
Info: So hat sich die Kriminalität in Düsseldorf entwickelt
Düsseldorf. Die Polizei hat die Kriminalitäts- und Verkehrsstatistik für den Stadtbezirk 5 vorgelegt. Erneut stark angestiegen ist wieder die Zahl der Wohnungseinbrüche.

Im vergangenen Jahr gab es im Stadtbezirk 5 (Stockum, Lohausen, Kaiserswerth, Wittlaer, Kalkum, Angermund) kaum Veränderungen bei der Anzahl der Kriminalitätsdelikte und der Verkehrsunfälle. Das teilte nun die Polizeidirektorin Irmgard Baumhus, Leiterin der Polizeiinspektion Nord, in der Bezirksvertretung 5 mit. Erneut stark angestiegen mit 252 gemeldeten Fällen, 2014 waren es 170, ist aber wieder die Zahl der Wohnungseinbrüche. "Die Bekämpfung ist einer der Schwerpunkte der Polizeiarbeit und hierfür werden Kräfte zusammen gezogen", sagt Baumhus. Diese sind unter anderem als Zivilstreife in den Stadtteilen unterwegs. Andere Beamte führen an den Zufahrtsstraßen verstärkt Verkehrskontrollen durch und lassen sich dabei auch den Inhalt des Kofferraums zeigen.

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Während rumänische Kinderband eher in Mehrfamilienhäusern einbrechen oder sich mit Tricks Zutritt verschaffen würden, seien es überwiegend osteuropäische Banden, die sich auf Einfamilienhäuser spezialisiert hätten. Abgesehen haben es die Einbrecher besonders auf Schmuck, Bargeld und Laptops. "Da die Diebe nicht in Düsseldorf leben, ist es schwer, sie zu ermitteln. Da sind wir auf die Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen", sagt die Polizistin. Die Bürger sollten keine Scheu haben, sofort verdächtige Personen zu melden.

Auch der Diebstahl aus KFZ ist weiterhin ein großes Problem und deshalb ebenfalls ein Behördenschwerpunkt, für den mehr Personal eingesetzt wird. Insgesamt 403 Fällen wurden gemeldet, 2014 waren es noch 300. "In der Regel haben es die Kriminellen auf fest eingebaute Navis und Airbags abgesehen", sagt Baumhus. Auch hier kommen die Band, oft stammen sie aus Litauen, gezielt angereist, um manchmal schon nach einem nächtlichen Raubzug wieder zu verschwinden. Verstärkt werden auch ganze Fahrzeuge geklaut. 41 Fälle wurden angezeigt, 2014 waren es noch 26. Besonders betroffen sind hier die Stadtteile Lohausen (14), Wittlaer (11) und Angermund (8). Auch hier sind organisierte Tätergruppen zugange.

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Fast auf den gleichen Stand wie 2014 liegen die 557 registrierten Verkehrsunfälle im Bezirk. Dabei wurden 164 Personen verletzt, 22 davon schwer. "Eine 78-jährige Frau wurde leider bei einem Unfall in Stockum so schwer verletzt, dass sie später an ihren Kopfverletzungen starb. Dabei handelt es sich aber um einen selbst verschuldeten Unfall, denn die Frau fuhr mit dem Fahrrad gegen eine Tür von einem Lieferwagen", so Baumhus. Ihr macht Sorge, dass die Unfälle mit Senioren zugenommen haben: "Woran das liegt, ist aber nur schwer zu analysieren."

(brab)
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