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Düsseldorf
Mehrheit für neue Planungsdezernentin steht

Düsseldorf. Seit November vergangenen Jahres sind im Düsseldorfer Rathaus die Dezernate für Planen und Bauen ohne eigene Spitze: Stephan Keller (CDU), Beigeordneter für Verkehr, Recht und Ordnung, leitet den Bereich kommissarisch, seit Gregor Bonin (CDU) als Planungsdezernent nach Mönchengladbach gewechselt ist. Die Doppelaufgabe soll bald beendet sein. Denn die Wahl einer Kandidatin, die schon seit Monaten als Favoritin für den Posten gilt, könnte schon in der nächsten Sitzung des Stadtrats am 7. Juli auf der Tagesordnung stehen: Cornelia Zuschke, seit 2014 Planungs-, Bau-, Verkehrs- und Umweltdezernentin im Darmstädter Rathaus.

Zuvor war die Architektin 14 Jahre lang Stadtbaurätin in Fulda. Die 54-Jährige ist parteilos, arbeitet in Darmstadt unter einem Oberbürgermeister der Grünen und einer grün-schwarzen Koalition im Stadtrat, der allerdings seit der Kommunalwahl Anfang März eine Stimme zur Mehrheit fehlt. Zuschke hat für Darmstadt - wie Düsseldorf eine an Einwohnern wachsende Stadt - ein Konzept 2030 entwickelt. Es sieht eine Stadtentwicklung vor, die Freiräume berücksichtigt und nicht alles zubaut, und setzt auf moderne Mobilität. Darmstadt ist mit etwa 160.000 Einwohnern deutlich kleiner als Düsseldorf.

Wie breit die Mehrheit im Düsseldorfer Stadtrat für Zuschke wird, ist noch unklar. SPD und Grüne sind für sie, die FDP ebenfalls. Somit ist die Mehrheit sicher. Die CDU-Fraktion hat sich noch nicht festgelegt. Sollte Zuschke gewählt werden, wird sie einen etwas anderen Zuständigkeitsbereich haben als Bonin: Geplant ist, dass sie außer Bauen und Stadtplanung auch den Bereich Wohnen von Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (SPD) übernimmt.

(dr/tb)
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