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Düsseldorf
Meiste Abschiebungen nach Albanien

Düsseldorf. Die städtische Ausländerbehörde hat im vergangenen Jahr insgesamt 158 Menschen abgeschoben - nun hat die Behörde auf Anfrage der Linkspartei nähere Informationen zu den Fällen mitgeteilt. Die höchste Zahl von Abschiebungen erfolgte demnach nach Albanien. 25 Personen wurden in dieses Land abgeschoben, davon 15 Männer. Es folgten Marokko (15 Abschiebungen, 15 Männer/0 Frauen), Kosovo (14, 5/9), Russland (13, 5/8), Serbien (10, 5/5), Irak (9, 6/3), Tadschikistan (7, 4/3), Mazedonien (6, 3/3), Iran (6, 5/1) und Guinea (6, 6/0).

Düsseldorf schiebt nach Afghanistan wegen der angespannten Sicherheitslage derzeit nicht ab. Das hatte eine Mehrheit des Stadtrats aus SPD, Grünen, FDP, Linkspartei sowie Tierschutzpartei/Freie Wähler gefordert. In den Abschiebeflügen, die vom Flughafen gestartet sind, befanden sich keine Menschen mit Wohnsitz in der Stadt.

Die Linkspartei wollte auch weitere Informationen zu den Fällen erfahren. Demnach befanden sich unter den Abgeschobenen 45 Minderjährige. Zwölf Personen hatten sich zuvor in Abschiebehaft befunden. Einige Nachfragen, etwa zur Zahl der Nachtabschiebungen, ließ die Behörde mit Verweis auf den hohen Rechercheaufwand unbeantwortet.

Unklar ist auch, wie viele ausreisepflichtige Menschen sich in Düsseldorf befinden. Die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch hatte unserer Redaktion kürzlich gesagt, dass sie allein mit 2000 neuen Ausreiseverfügungen in diesem Jahr rechnet. Ein Teil der Menschen reist freiwillig aus, andere dürfen aus anderen Gründen bleiben. Zudem scheitert eine Abschiebung häufig an praktischen Gründen.

(arl)
 
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