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Interview Ulrich Reifenhäuser
Messe durchs Netz nicht ersetzbar

Düsseldorf. Der geschäftsführende Gesellschafter der Maschinenfabrik Reifenhäuser spricht über seine Arbeit als Vorsitzender des Ausstellerbeirats der Kunststoffmesse K. Diese findet wieder im Oktober 2019 statt.

Sie sind Inhaber einer Fabrik für Kunststoffmaschinenbau in Troisdorf. Welchen Stellenwert haben Messen für Ihren Vertrieb?

Ulrich Reifenhäuser Ich kann die Wichtigkeit von Industriemessen für die Investitionsgüterindustrie nur unterstreichen. Von uns hergestellte Maschinen, also Extrusionsanlagen, sind komplex und extrem erklärungsbedürftig. So etwas kauft man nicht per Klick im Internet. Messen wie beispielsweise die Kunststoffmesse K in Düsseldorf stehen für uns im Marketing unangefochten an erster Stelle.

Wie können Sie sich als Industrie-Partner in die Gestaltung der Messe, etwa der K, einbringen?

Reifenhäuser Ich selbst bin Mitglied des Ausstellerbeirats der K und nun auch schon zum sechsten Mal dessen Vorsitzender. Dieses Gremium gestaltet aktiv die Messe mit und sorgt sich etwa um die Werbung. Obwohl, man könnte denken, die K braucht keine Werbung. Denn auf Ausstellerseite gibt es für die nächsten Jahre bereit lange Wartelisten. Gleichzeitig steigen seit Jahren die Besucherzahlen kontinuierlich, vor allem international.

Wie bringt sich der Ausstellerbeirat in Düsseldorf ein?

Reifenhäuser Das fängt bei ganz profanen Dingen an. Am letzten Messetag der K setzen wir uns regelmäßig zusammen und ziehen kritisch Bilanz. Profan heißt etwa: Wo gab es Staus und Engpässe, wo fehlte es an Toiletten? Das geht aber auch hin zu komplexeren Fragestellungen. Ein Trend, den wir aus der Branche mitgebracht und bei der Messe eingebracht haben, ist etwa das Thema Kreislaufwirtschaft. Das bestimmt unsere Branche wie fast nichts anderes. Es ist in unserem Sinne, dass die Messe eine lebendige bleibt.

Wann starten Sie mit der Arbeit?

Reifenhäuser Unser erstes Beiratstreffen ist ein Jahr nach der K, also etwa zwei Jahre vor der nächsten Messeveranstaltung. Nach der Messe ist vor der Messe.

Wie sieht Ihr Engagement im Beirat konkret aus?

Reifenhäuser Konkret reise ich mit Vertretern der Messe und der Industrie quasi auf alle Kontinente, um einerseits für die Messe K und andererseits für das Thema Kunststoff generell zu werben.

Wie kann der Beirat die K prägen?

Reifenhäuser Wir haben etwa einen wissenschaftlichen Ausschuss gegründet. Professoren und Studenten untersuchen in dessen Auftrag aktuelle Themen aus der gesamten Kunststoffindustrie.

T. BREITKOPF FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
 
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