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Düsseldorf
Messe: Trends bei Arbeitssicherheit

Düsseldorf. Noch bis Freitag findet in Düsseldorf die Fachmesse "A+A 2015" statt.

"Der Mensch ist der wichtigste und zugleich verletzlichste Teil eines Unternehmens", sagt Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf - und macht damit klar, weshalb der Arbeitsschutz und alles, was die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhält, für die Besucher der Fachmesse "A+A 2015" ein so wichtiges Thema ist. Viele von ihnen sind laut Schäfer Sicherheitsingenieure, aber es kommen auch Interessenten aus Aufsichtsorganisationen, Rettungskräfte sowie Personal- und Betriebsräte - mehr als 60.000 werden erwartet. Um ihren Bedürfnissen Rechnung zu tragen, reisen immer mehr Aussteller nach Düsseldorf: "Wir verzeichnen ein Wachstum von fast zehn Prozent im Vergleich zur letzten Messe vor zwei Jahren. Es sind allein rund 70 neue deutsche Firmen dazugekommen, und wir haben auch zunehmend Anmeldungen aus dem Ausland, vor allem aus Asien", erklärt Schäfer. Die 1800 Aussteller aus 57 Nationen stellen sich in neun Hallen vor - Partnerland der Messe ist dieses Mal Südkorea, laut dem Geschäftsführer ein Vorreiter im Hinblick auf arbeitsrechtliche und sozialpolitische Ziele, die man dort für rund 24 Millionen Arbeitnehmer erreichen wolle.

Die Gäste der A+A finden zum Beispiel Angebote für das betriebliche Gesundheitsmanagement (etwa zu Ernährung, Bewegung oder zur Suchtvorbeugung) - aber es geht auch um "Workplace Design", sprich um die Gestaltung eines Arbeitsplatzes, an dem unter anderem die Geräuschbelastung und das Klima stimmen. In Modenschauen gibt es die neuesten Entwicklungen in Sachen Schutzausrüstung zu sehen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) begleitet die Messe mit einem Kongress, bei dem Experten aktuelle Themen im Bereich Sicherheit, Gesundheit und Ergonomie in den Blick nehmen. Einen Schwerpunkt bilden dabei laut Basi-Geschäftsführer Bruno Zwingmann die Folgen der Digitalisierung. Dabei stehen psychische Anforderungen in einer weltweit vernetzten Arbeitswelt im Mittelpunkt, besprochen wird aber auch die Veränderung der Arbeitsplätze durch Roboter-Unterstützung. Wie sich der Arbeitsschutz in Ländern wie Bangladesh durchsetzen lässt, damit dort global nachhaltige Textilien statt billig produzierter T-Shirts entstehen, wird am Freitag in einer Veranstaltung mit Herstellern, Anbietern, Händlern und Beschaffern von Berufskleidung diskutiert.

(pla)
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