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Düsseldorf
Messerangriff auf Ex-Freundin war wohl doch Mordversuch

Düsseldorf. Die Staatsanwaltschaft hat einen Haftbefehl gegen einen 44-jährigen aus Portugal stammenden Düsseldorfer erwirkt und den Mann bereits am Dienstagabend festnehmen lassen. Er soll am 19. Juli versucht haben, seine Ex-Freundin in deren Wohnung in Heerdt mit einem Messerstich zu töten.

Die 30-Jährige war auf die Straße geflüchtet und dort zusammengebrochen. Passanten hatten sich um sie gekümmert und Rettungsdienst und Polizei alarmiert. Den eintreffenden Beamten hatte sich der 44-Jährige dann selbst gestellt. Die Staatsanwaltschaft ging nach seiner Vernehmung von einem Körperverletzungsdelikt, nicht von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Selbst wenn er vorgehabt habe, seine ehemalige Freundin umzubringen, habe er den Plan aufgegeben, hieß es. Schließlich hätte er die Frau leicht an der Flucht hindern oder öfter auf sie einstechen können. Weil der Rücktritt vom Versuch straflos und eine Körperverletzung nicht ohne weiteres Grund für U-Haft ist, war der Mann freigelassen worden, während die nicht ansprechbare Schwerverletzte in der Uni-Klinik behandelt wurde.

Die 30-Jährige ist inzwischen vernommen worden. Ihre Aussage deute nun eher darauf hin, dass der Mann seine Tötungsabsicht nicht aufgegeben habe, sondern vielmehr davon ausgegangen sei, dass die Frau den einen Stich nicht überleben werde. Das soll er ihr auch gesagt haben. Am Mittwochabend erging deshalb Haftbefehl wegen Verdachts auf versuchten Mord.

(sg)
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