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Metro Group Marathon in Düsseldorf
Marathon mit mehr als 30 Bands an der Strecke

Metro Group Marathon in Düsseldorf 2017: Mehr als 30 Bands an der Strecke
Wilhelm Meyer (li.) und Gian Piero Martina (re.) von der Band The Eisleys, die beim Marathon auftritt. Holger Schütt (Mitte) hat sie angeworben. FOTO: A. Bretz
Düsseldorf. Der Marathonlauf startet am 30. April mit einem neuen Konzept: Knapp 30 Musikgruppen sollen den Streckenrand beleben, die Läufer auf den rund 42 Kilometern motivieren und den Zuschauern einheizen. Von Verena Kensbock

Ein neues Rahmenprogramm soll beim Marathon am 30. April viele Zuschauer an die Strecke ziehen und zusätzlich die Läufer motivieren: Rund 30 Bands werden auf den 42 Kilometern positioniert - und sollen für Atmosphäre sorgen. Die Idee dazu hatte Holger Schütt, selbst Marathonläufer und Geschäftsführer der Agentur 200pro, die die Metro-Gruppe als Titelsponsor des Laufs betreut. "Nicht alle Bands sind zum ersten Mal dabei, aber es ist eine große Erweiterung", sagt Schütt. So seien die Samba-Gruppen schon in den vergangenen Jahren aufgetreten und auch die Livemusik der Band Szorglos ist fester Bestandteil des Laufs. Hinzu kommen fast 20 neue Bands und eine japanische Trommelcombo.

Die Belebung der Streckenränder ist schon immer eine große Herausforderung für die Veranstalter. Ein wenig karg sah es in den vergangenen Jahren aus. So habe es Punkte gegeben, sagt Tino Hermanns vom Veranstalter Rheinmarathon Düsseldorf, an denen wenige bis gar keine Zuschauer standen, um die Läufer anzufeuern. Nach Schätzungen der Polizei waren im vergangenen Jahr zwar rund 250.000 Zuschauer vor Ort. Doch sie verteilen sich ungleichmäßig: Während die Anwohner in den Wohngebieten direkt vor der Haustür und in Kneipen mitfeiern, sei vor allem in den Gewerbegebieten nicht viel los. "Zum Beispiel im Medienhafen", sagt Hermanns. "Dort gibt es nur Bürogebäude, da geht keiner hin, um sich den Marathon anzusehen."

Düsseldorf-Marathon: Erschöpft, aber glücklich FOTO: Hans-Juergen Bauer

Junge, unbekannte Künstler im Fokus

Um die neuen Musiker anzuwerben, ist Holger Schütt durch die Proberäume gezogen. "Wir wollen vor allem junge, unbekannte Bands an die frische Luft holen", sagt er. Ein hoher Organisationsaufwand, doch wenig Kosten für den Veranstalter: Die Bands bekommen keine Gage für den Auftritt, Rheinmarathon stellt die Logistik und Verpflegung. So bekommt jede Band ein Zelt, so dass sie auch bei Regen spielen kann. "Sonst entsteht durch das Rahmenprogramm ein Kostenaufwand, den wir nicht tragen können", sagt Tino Hermanns.

So wird auf der Strecke eine Mischung aus Samba, Pop und Rock zu hören sein. Die Bands werden meist in unmittelbarer Nähe zu einem Stromanschluss für die Instrumente stehen, an Stromkästen oder Restaurants. Nur die Samba- und Trommelgruppen kommen ohne Strom aus. Und die Musiker werden sich vor allem zum Ende der Strecke häufen - dort, wo die Läufer die meiste Motivation brauchen. Für die Zuschauer bedeutet das: Sie können auf kurzen Wegen mehrere Zelte abklappern und möglichst viele unterschiedliche Gruppen mitbekommen. Vor allem die bisher unbelebten Plätze sollen davon profitieren. Dennoch: "Die Marathonstrecke ist der kürzeste Weg, um alle Bands zu sehen", wirbt Tino Hermanns für die Teilnahme.

Quelle: RP
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