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Düsseldorf
Mieten in Hochhaussiedlung steigen um 60 Prozent

Düsseldorf. Mit dem Abschluss der Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten in den meisten Hochhäusern der Siedlung rund um die Potsdamer Straße sind den Mietern jetzt die Mieterhöhungen ins Haus geflattert. Aus einer der preisgünstigsten Siedlungen Düsseldorfs mit Netto-Kaltmieten von um die fünf und sechs Euro wird nun eine im gehobenen Preissegment: Die Mieterin einer 83 Quadratmeter großen Wohnung - sie hat unter anderem ein neues Badezimmer, neue Heizungsrohre und Fenster bekommen - soll statt 475 Euro künftig 763 Euro im Monat bezahlen. Mit Betriebs- und Heizkosten sind es 1167 Euro.

Wer innerhalb von vier Wochen seinen neuen Mietvertrag unterschreibt, zahlt statt der 10,17 "nur" 9,20 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete. Für die Mieterin der 83-Quadratmeter-Wohnung wäre das eine Ersparnis von 80 Euro im Monat. Eigentlich sollten sich die Betroffenen bis Ende März entscheiden; doch der Mieterverein hat eine Fristverlängerung ausgehandelt, berichtete Michaelo Damerow vom Mieterverein. Die Frist endet nun am 30. April. Deshalb lädt die "Initiative Mieterhilfe Hassels-Nord" morgen, 16.30 Uhr, zu einem Info-Stand an die Potsdamer Straße 18-20. Dabei sind neben Damerow und der SPD-Landtagsabgeordneten Walburga Benninghaus auch Uwe Warnecke vom Deutschen Familienverband vor Ort, um die Mieter zu beraten. Wer Leistungen vom Jobcenter (Hartz IV) oder vom Amt für Grundsicherung kassiert, kann seine Unterschrift nicht eigenmächtig unter das Angebot setzen.

Deshalb rät Sozialdezernent Burkhard Hintzsche allen Betroffenen, zu den zuständigen Ämtern zu gehen, damit diese sich jeden Einzelfall genau ansehen können.

(rö)
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