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Düsseldorf
Millionen-Streit um Neubau der Uniklinik vor Gericht

Düsseldorf. Mit der Kostensteigerung um 80 Millionen Euro schaffte es der Uniklinik-Neubau "Zentrum für Operative Medizin II" (ZOM) im vergangenen Jahr ins Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes. Vor dem Düsseldorfer Landgericht soll im Zuge eines Zivilrechtsstreits zwischen der Gebäudetechnik-Firma Imtech, die im Sommer Insolvenz angemeldet hatte und auch am Bau des Hauptstadtflughafens beteiligt war, und der Uniklinik jetzt unter anderem die Frage geklärt werden, ob Imtech für die Kostenexplosion und verzögerte Eröffnung mitverantwortlich ist.

Kläger in dem Streit ist das insolvente Unternehmen, das die Klinik auf Zahlung von Werklohn für die Arbeiten am ZOM II in Höhe von knapp 9,8 Millionen Euro verklagt. Darauf hat die Uniklinik mit einer Widerklage reagiert: Sie gibt an, dass die Forderung nicht berechtigt sei und macht Gegenansprüche aus 7000 Mängeln geltend. So habe die Uniklinik wegen Mängeln bei Mechanik und Starkstrom, für die Imtech verantwortlich war, das neue Zentrum erst mit mehr als zwei Jahren Verzögerung eröffnen können. Insgesamt klagt die Uniklinik auf Zahlung von gut 27 Millionen Euro. Die Forderung setzt sich unter anderem aus entgangenem Gewinn und Schadenersatzansprüchen zusammen.

Der Fall wird am 12. Januar am Landgericht verhandelt.

(semi)
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