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Schüleraustausch Comenius-Gymnasium
Mit 16 Jahren Kinderbuch veröffentlicht

Schüleraustausch Comenius-Gymnasium: Mit 16 Jahren Kinderbuch veröffentlicht
Risa Utama hat schon ein eigenes Buch veröffentlicht. FOTO: Jil-Marie Hinrichs
Düsseldorf/Brisbane. Literatur kann auch spannend sein, vorallem wenn man eigene ehrgeizige Ziele verfolgt. So wie die 16-jährige Australierin Risa Utama, die bereits ein eigenes Kinderbuch geschrieben hat. Darüber berichtet uns heute die Schülerin Jil-Marie Hinrichs.  Von Jil-Marie Hinrichs

11. März

Obwohl heute schon der dritte Tag des Literatur-Festivals war, wachte ich bereits gespannt auf. Das Leben hier in Down Under ist wirklich nur schwer mit dem verregneten Alltag in Deutschland zu vergleichen. Unterschiede fallen einem überall auf, so schreibe ich den heutigen Tagebucheintrag natürlich auf einer australischen Tastatur, auf der die Buchstaben anders angeordnet sind.

Die Schülerinnen machen Pause. FOTO: Jil-Marie Hinrichs

Während des Bücherfests genießen wir viele Freiheiten. Es gibt sehr viele verschiedene Essensstände, um sich den Bauch voll zu schlagen, wenn man ”peckish”, also nach dem australischen Slang wirklich hungrig ist. Die verschiedenen Sportaktivitäten oder eine Auszeit am Pool waren besonders bei den deutschen Austauschschülern ziemlich beliebt. Es gibt wirklich nichts besseres, als nach einer anstrengenden Partie Fußball in der Sonne planschen zu gehen.

Man kann seinen Gastschüler aber auch zu Unterrichtseinheiten oder "sessions”, also Vorlesungen der verschiedenen Autoren begleiten. Anschließend gibt es ebenfalls die Möglichkeit, sich durch Gespräche mit ihnen inspirieren und sich Anregungen für eigene Schaffensprozesse aller Art geben zu lassen. Besonders beeindruckend fand ich die Unterhaltung mit Risa Utama, welche mit 16 Jahren bereits ihr eigenes Buch geschrieben und veröffentlicht hat. Es handelt sich dabei um ein Kinderbuch, mit dem sie den vom Aussterben bedrohten australischen Bilby (Nasenbeutler) unterstützt. Das Buch hat sie außerdem selbst illustriert. Risa ist ebenfalls Schülerin der Austauschschule und konnte mir viele Tipps geben, wie man so ein großes Projekt neben dem normalen Schulpensum und Freizeitverpflichtungen bewältigen kann.

Doch auch für "richtige” Somersetschüler ist der Schultag niemals gleich, vor allem während der Feierlichkeiten des Literatur-Festivals. Für Außenstehende ist ein Plan hinter dem bunten Treiben nur schwer zu erkennen, nicht nur einmal haben wir unsere Gastgeschwister verloren. Zum Glück sind hier alle sehr freundlich und helfen einem bei Problemen gerne weiter.

Diese sehr höfliche und nicht zu aufdringliche Freundlichkeit findet man auch außerhalb der Schulgemeinde wieder, nach meinem Eindruck liegt sie sogar in dem Naturell des typischen Australiers von der Gold Coast. Ich hatte erwartet, dass auf die Floskel "Hi, how are you?” keine wirklich Antwort erwartet wird, aber tatsächlich sind viele Australier an einem kleinen Gespräch interessiert. So wollte der Kellner in einem Café während einer traditionellen Acaibowl gerne wissen, ob ich mich in meiner Gastfamilie wohl fühle und eine Verkäuferin in der Mall interessierte sich sehr für die jüngere europäische Geschichte.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderschönen Tag with "no worries"!

Zu den bisherigen Tagebucheinträgen gelangen Sie hier:

-  Bericht 1 von Bibiane Neisser
-  Bericht 2 von Hannah Neuman
- Bericht 3 von Anna Hochmuth
- Bericht 4 von Agustin Krieg

 

 

(isf)
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