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Düsseldorf
Mitarbeiter demonstrieren gegen Stellenabbau bei Nokia

Düsseldorf. "Das Vertrauensverhältnis ist nicht gestört, es ist weg", sagt Ulf Derichs. Seit 15 Jahren arbeitet der 48-Jährige im Nokia-Betrieb in Lichtenbroich. Das Unternehmen gab schon im vergangenen Jahr bekannt, die Abteilung "Forschung und Entwicklung" des Unternehmenszweiges "Mobile Broadband", die unter anderem Hardware für das Mobilfunknetz entwickelt, bis Mitte des nächsten Jahres nach Indien auslagern zu wollen. Einige der 150 betroffenen Mitarbeiter bekamen Angebote, in Ulm und München weiterzumachen. Während gestern in der Nokia-Niederlassung an der Helforter Straße Geschäftsleitung und Vertreter des Betriebsrates über Abfindungen und Interessenausgleich verhandelten, demonstrierten etwa 100 Mitarbeiter vor dem Gebäude.

Boris Weinstein, Gewerkschaftssekretär der IG Metall unterstützte die Demonstration und äußerte sich zu den Plänen des Unternehmens, die Abteilung "Forschung und Entwicklung" zu verlegen. "Wir verurteilen aufs Schärfste, die Arbeit in Billiglohnländer auszulagern, noch dazu in einer hochprofitablen Geschäftssituation." Betriebsratsvorsitzender Ulf Schmökes hofft mindestens auf einen positiven Ausgang der Verhandlungen um den Interessenausgleich: "Die Abfindung muss stimmen. Die Nachteile durch den Stellenabbau müssen ausgeglichen oder eine Zukunft der betroffenen Personen im Unternehmen geschaffen werden."

(bur)
 
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