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Düsseldorf
Mitarbeiter protestieren gegen Stellenabbau

Düsseldorf. Rund 140 Arbeitsplätze des Unternehmens Nokia Solutions and Networks (NSN) an der Heltorfer Straße könnten von einem geplanten Stellenabbau betroffen sein. Darauf wollen heute die Beschäftigten bei einer Betriebsversammlung aufmerksam machen und werden bei ihrem Protest von der IG Metall unterstützt. Nach Auskunft der Gewerkschaft werden am Düsseldorfer Standort 2018 - sofern auch die letzte Planung umgesetzt wird - von 1200 Mitarbeitern nur noch rund 230 einen Job bei NSN haben.

Düsseldorf ist aber nicht der einzige Standort, an dem Stellen abgebaut werden sollen. Der finnische Telekom-Ausrüster Nokia hat nach der Übernahme des französisch-amerikanischen Konkurrenten Alcatel-Lucent Anfang des Jahres ein massives Sparprogramm in Gang gesetzt, das den Abbau Tausender Arbeitsplätze weltweit vorsieht. Fast jede dritte Stelle des Unternehmens in Deutschland soll wegfallen. Besonders betroffen sind die Bereiche mit Überschneidungen zwischen Nokia und Alcatel-Lucent, wie das auch am Standort Lichtenbroich der Fall ist. Dort waren bereits im Jahr 2015 rund 150 Stellen gestrichen worden, da Unternehmenszweige wie die Abteilung "Forschung und Entwicklung" nach Indien, Polen und Portugal ausgelagert wurden. Jetzt sollen weitere Abteilungen wie der Service-Bereich ausgegliedert werden.

Das Geschäft mit Ausrüstung für Telekom-Netze ist hart umkämpft. Mit der Übernahme von Alcatel-Lucent hat Nokia den schwedischen Konkurrenten Ericsson überholt.

(brab)
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