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Auf Ein Wort
Miteinander versöhnt

Düsseldorf. In Düsseldorf gehen Christen aller Konfessionen am 23. September einen ökumenischen Pilgerweg durch unsere Stadt. Das Leitwort lautet: "Versöhnt miteinander - Geschichten gelungener Versöhnung". Wir bedenken dabei konkrete Beispiele für eine gelungene ökumenische Versöhnung. Der Pilgerweg führt zur evangelisch-freikirchlichen Gemeinde an der Luisenstraße, zur Johanneskirche auf dem Martin-Luther-Platz, zu St. Mariä Empfängnis an der Oststraße, in die Apostolische Gemeinschaft und in die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde Heiliger Apostel Andreas.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) macht die Versöhnung der christlichen Konfessionen und Kirchen so erlebbar. Mich selbst hat im Glaubensleben und in der theologischen Arbeit immer Frère Roger, der Gründer der Gemeinschaft von Taizé, sehr geprägt. Ihn bewegte der Gedanke: Wollen die Christen Sauerteig des Friedens in der Menschheit sein, können die Christen die Versöhnung untereinander nicht auf später verschieben. Denn in Christus gehören wir einander an. Wenn die Christen getrennt sind, wird die Botschaft des Evangeliums unhörbar. Wie können wir auf die neuen Herausforderungen unserer Gesellschaften antworten, insbesondere die Säkularisierung und die Verständigung zwischen den Kulturen, ohne die Gaben des Heiligen Geistes zusammenzulegen, die in alle christlichen Familien gelegt wurden? Wie können wir allen Menschen den Frieden Christi weitergeben, wenn wir getrennt bleiben?

Verlieren wir also nicht länger derart viel Kraft in Kleinkriegen zwischen Christen, manchmal schon innerhalb unserer eigenen Konfession. Kommen wir lieber öfter in der Gegenwart Gottes zusammen, im Hören auf das Wort, in der Stille und im Lobpreis. Dann wird die Sehnsucht wachsen, alles gemeinsam zu tun, was gemeinsam getan werden kann. Was uns eint, ist wichtiger als das, was uns trennt.

Quelle: RP
 
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