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App aus Düsseldorf
Modewelt ist neu vernetzt

App aus Düsseldorf: Modewelt ist neu vernetzt
Premiere: In einem Pop-up-Showroom im B1 (Bennigsen-Platz) präsentieren sich zur bevorstehenden CPD 39 britische Marken. FOTO: Fashion Net/Andreas Endermann
Düsseldorf. Der Verein Fashion Net hat eine zentrale Internet-Informationsplattform für Aussteller und Einkäufer gestartet. Showrooms, Brands und Messeveranstalter sollen so mit Fachpublikum und Einkäufern kommunizieren. Von Dagmar Haas-Pilwat

Neue digitale Zeiten für Düsseldorf und die Mode: Pünktlich zur nächsten Orderrunde startet der Verein Fashion Net seine zentrale Internet-Informationsplattform für Aussteller und Einkäufer.

Sieben Monate hat Kristof Puller von der Agentur Gooqx mit seinem Team gebraucht, um eine in der Form bundesweit bislang einmalige App an den Start zu bringen. "Wir haben den Grundstein zur Digitalisierung des Modestandortes gelegt. Anstelle einer klassischen App ist ein dynamisches Netzwerk entstanden, das den Überblick gibt wer, was wo und wann anbietet", sagt Fuller.

Über das neue digitale Medium kommunizieren Showrooms, Brands und Messeveranstalter nun mit Fachpublikum und Einkäufern - und das 365 Tage im Jahr. "Ein digitales Tool mit kontinuierlichen Neuigkeiten zur Düsseldorfer Modebranche, das sowohl Unternehmen wie auch Einkäufern von Nutzen ist, fehlte in gebündelter Form bisher", erklärt Angelika Firnrohr, Geschäftsführerin des Netzwerk-Vereins. Ab 15. Januar steht die Fashion Net Düsseldorf App zum Download für Jedermann bereit. Ganzjährig und umfassend haben Business-Besucher interaktiv auf alle Informationen Zugriff. "Das ist eine Supersache mit Mehrwert", betont Wirtschaftsförderer Uwe Kerkmann. "Wir wollen damit Einkäufer locken, die auf der Suche nach Neuem sind." So lässt sich mithilfe der App der Aufenthalt in Düsseldorf zeit- und zielorientiert planen. Wer nach Marken oder Kategorien sucht, bekommt eine umfassende Übersicht über das Orderangebot. Über einen persönlichen Guide können Termine koordiniert, Routen über Google Maps festgelegt, Fahrzeiten der Shuttles angerufen oder ein Taxi gebucht werden. "Gleichzeitig werden die Einkäufer über einen von uns generierten Newsfeed über Lifestyle-Themen, neue Restaurants, Geschäfte und Hotels informiert", so Firnrohr.

Wenn die Mode-Karawane also vom 27. bis 29. Januar an den Rhein zieht, wird sich ein Teil des Messegeschehens mit der "Gallery" wieder auf dem erfolgreich etablierten Areal Böhler abspielen - inklusive des Schauen-Formats Platform Fashion. Zum ersten Mal, so Veranstalter Jonas Klingenstein, wird neben Auftritten unter anderem von Breuninger, der AMD, Akademie für Mode & Design und Designer Thomas Rath im Rahmen der "The NRW Design Issue" (TNRWDI) junges Modedesign aus Nordrhein-Westfalen in den Fokus gestellt. Mithilfe der Unterstützung des neuen Formats durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW und durch die Zusammenarbeit der Partner Creative NRW, German Fashion Designers Federation sowie der Düsseldorfer Galerien soll die Verbindung von Mode- und Kunstmarkt gestärkt werden. Neu ist auch, dass 39 britische Marken nicht der Hauptstadt Berlin, sondern Düsseldorf ("die Stadt ist der beste Mode-Standort", heißt es) den Vorzug geben: Ziel der Delegationsreise - so Miriam Ducke (Handelsattachée Kreativwirtschaft und Konsumentengüter) sei es, britischen Mode- und Accessoiresmarken die Gelegenheit zu geben, ihre Netzwerke zu erweitern und den deutschen Modemarkt besser zu verstehen. Schließlich gilt Deutschland als der größte Exportmarkt Großbritanniens.

Das Vereinigte Königreich generiert im Übrigen 28 Milliarden Pfund mit seiner Modewirtschaft. Die Briten werden in Kooperation mit Aline Schade, Chefin der Messe Supreme, in einem Pop-up-Showroom in das Haus B1 am Bennigsen-Platz einziehen. Nach einem Seminar zum deutschen Markt werden die Engländer - ausgerüstet mit der neuen Fashion Net App - auch auf eine Shopping-Tour durch die Stadt ziehen.

Quelle: RP
 
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