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Düsseldorf
Mord-Prozess gegen Bodyguard startet

Düsseldorf. Über eine Anklage wegen heimtückischen Mordes verhandelt das Landgericht ab 18. Februar gegen einen 39-jährigen Personenschützer, der als Bodyguard zeitweise auch Verona Pooth betreut haben soll. Nach RP-Informationen hat das Schwurgericht rund zehn Verhandlungstermine für den Fall reserviert. Denn ein Motiv des Angeklagten, der seine Ehefrau (49) getötet haben soll, ist weiter unklar.

Früher soll es zwischen den Partnern häufig zu Streitereien gekommen sein, da die Sicherheitsfirma auf den Namen der Frau lief und sie sich beschwert haben soll, wenn ihr Gatte nicht genug mitgearbeitet habe. Zudem sollen Drogen- und Alkoholprobleme des 39-Jährigen oft zu Diskussionen geführt haben. Doch am Tattag Ende August 2015 hatte das Paar in der Ehewohnung in Rath harmonisch gefrühstückt, als der Mann seiner Frau angeblich 15 Milligramm eines Schlafmittels verabreichte. Als die Unternehmerin bewusstlos wurde oder sich nicht mehr wehren konnte, soll er laut Anklage aus Kabelbindern eine Schlinge gefertigt und die Frau erdrosselt haben. Danach hat er die leblose Frau angeblich in die Badewanne gelegt und mit einem Messer bis zu zehn Mal auf Brust und Bauch der Toten eingestochen. Zudem wurden am Leichnam später Verstümmelungen festgestellt.

Der Mann war beobachtet worden, als er am frühen Abend des Tattages eine Plastiktüte im Hof der Neubausiedlung entsorgt haben soll. Nachts hatte er sich dann im Taxi an der Wohnung vorbeifahren lassen, war dabei aber erkannt und festgenommen worden.

(wuk)
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