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Düsseldorf
Motorradtour für den guten Zweck

Düsseldorf. Mehr als 2000 Biker nahmen am Biker4Kids-Treffen teil.

Schwarz, markige Sprüche wie "Hellfire", "Power Crew" oder "Streetfighter" auf der Kutte, also martialische Optik. Dazu kamen jede Menge Tattoos und fast jeder hatte eine dicke Maschine unterm Hintern. Doch die butterweichen Herzen der allermeisten Teilnehmer am Biker4Kids-Treffen straften ihr Aussehen Lüge. "Ich bin hier, weil es für den guten Zweck ist. Wo gibt es das heute noch, dass Leute zusammenhalten und Gutes tun", sagt Dirk Horn. Er war mit seiner Suzuki 800 zur Automeile gekommen, um beim Motorradkorso dabei zu sein. Horn war einer von deutlich mehr als 2000 Bikern. Sie kamen schwerpunktmäßig aus NRW, "aber auch aus ganz Deutschland", sagt Jürgen Lamertz aus dem Organisations-Team. Er rechnet mit einer Spendensumme fürs ambulante Kinder- und Jugendhospiz von mehr als 70.000 Euro. Im vergangenen Jahr waren es 72.000 Euro.

Die Summe speist sich aus Sponsorenbeiträgen, Standmieten, Spenden und Teilnehmergebühren. "Jeder, der beim Korso mitfährt, muss einen Euro bezahlen. Meist bleibt es nicht bei dem Euro, sondern es wird deutlich mehr gegeben", sagt Lamertz. "Es ist mir auch schon passiert, dass mir jemand einen Umschlag in die Hand gedrückt hat und als ich den aufgemacht habe, waren 1000 Euro drin."

Den harten Bikern mit dem weichen Herzen wurde jede Menge rund ums Motorrad geboten. Es begann mit einem Biker-Gottesdienst, die Band "Shake the Dog" heizte ein und "Mike & Frieda" zeigten ihre Motorrad-Stuntshow. Das machte Laune, aber einen Heidenspaß machte der wahrscheinlich bundesweit größte Motorrad-Korso. "Wo kann man denn unter Polizeischutz mitten in Düsseldorf ungestraft bei Rot über eine Kreuzung fahren", fragte der Duisburger Christoph Weber, schwang sich auf seine Suzuki GSX 1250 und brauste davon.

(tino)
 
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