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Düsseldorf
Museen und Galerien zeigen die Vielfalt der Foto-Kunst

Düsseldorf. Heute und morgen gibt es in der ganzen Stadt Fotografie zu sehen. Das Photo-Weekend ist seit der Gründung vor fünf Jahren stark gewachsen. Das NRW-Forum bleibt sein Mittelpunkt.

Beim Start im Jahr 2012 hatte das Photo-Weekend gerade mal 19 Teilnehmer. In diesem Jahr sind es schon 62, und das ist ein Hinweis darauf, wie gut dieses Festival zur Stadt passt. Immerhin bezeichnet sich Düsseldorf gern unbescheiden als Hauptstadt der Fotografie. An diesem Wochenende kann man verteilt durch die Stadt in Museen, Galerien und an vielen anderen Orten sehen, wie vielfältig die Foto-Kunst ist. Zu erleben ist eine Mischung aus Künstlern aus der Region und der ganzen Welt, aus Hochkultur und partizipativen Projekten.

Die breite Mischung zeichne das Festival aus, meint die Galeristin und Organisatorin Clara Maria Sels. "Wir legen Wert auf ein Miteinander innerhalb der Kulturszene." Ein Zentrum des Festivals ist nach wie vor das NRW-Forum, dessen ehemaliger Leiter Werner Lippert es mit begründet hatte. Eine Kooperation gibt es auch mit Nachfolger Alain Bieber - und die frisch eröffnete Ausstellung zum Modefotografen Horst P. Horst dürfte einer der größten Anziehungspunkte werden.

Das sind fünf weitere Höhepunkte des Festivals:

Haus der Universität Der Bezug zur Stadt zeichnet viele der Ausstellungen aus. Wie unterschiedlich er sein kann, ist im Haus der Universität (Schadowplatz) zu erleben. Dort stellt Max Becher aus, der Sohn der wegweisenden Fotografen Bernd und Hilla Becher, die an verschiedenen Stellen des Photo-Weekend eine Rolle spielen. Zudem gibt es ein von der Caritas unterstütztes Projekt, bei dem vier Fotostudenten Flüchtlinge porträtiert haben. Auch Fachhochschul-Dozentin Nina Ditscheid, die das Projekt organisierte, ist vertreten. Sie hat den syrischen Flüchtling Osama S. im Grafenberger Wald fotografiert. "Es war interessant, mit den Menschen in Berührung zu kommen, über die so viel geredet wird", sagt sie.

Beck & Eggeling Auch die große Galerieszene der Carlstadt ist beim Photo-Weekend dabei. Der Stadtteil ist dadurch eines der Zentren. Beck & Eggeling (Bilker Straße 5) etwa zeigt Arbeiten von Otto Steinert, einem der bedeutenden Fotografen der Nachkriegszeit.

Filmwerkstatt In Flingern - auch ein reich vertretener Stadtteil - sind Werke von Kunstakademie-Studenten zu erleben. Die Klasse von Christopher Williams zeigt Film, Konzeptkunst, Performance und Fotografie. (Birkenstraße 47)

Schloss Benrath Die Düsseldorfer Fotografin Simone Nieweg widmet sich in 30 Arbeiten dem Wald - in all seinen Facetten. Als Sehnsuchts- und Rücksichtsort, aber auch ganz praktisch als Areal für die Holzgewinnung. (Benrather Schlossallee 100)

Polnisches Institut Die Kultureinrichtung (Citadellstraße 7) zeigt einen aufstrebenden Fotografen aus Polen. Bownik widmet sich der Studiofotografie. Er wurde kürzlich für seinen Bildband "Disassembly" mehrfach ausgezeichnet.

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