| 00.00 Uhr

Düsseldorf
Museum will Flüchtlinge einbeziehen

Düsseldorf. Das Stadtmuseum plant gemeinsame Projekte und Führungen. Von Carina Schulz

Im Stadtmuseum soll es künftig mehr Projekte und Angebote geben, die sich nicht einfach nur an Geflüchtete richten, sondern zusammen mit ihnen umgesetzt werden. Damit will das Museum einen Beitrag zur Integration der Menschen leisten. "Integration beginnt mit Begegnung", sagt Svenja Wilken, Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung.

Durch das Projekt "Willkommen in Düsseldorf", das im vergangenen Jahr begonnen wurde, soll das Stadtmuseum zu einer Begegnungsstätte von Geflüchteten mit der Düsseldorfer Geschichte und den Bürgern der Stadt werden. Bei einer Führung mit Dolmetschern durch Museum und Altstadt können die Teilnehmenden zunächst mehr über die Stadtgeschichte erfahren. Anschließend besteht in einer offenen Gesprächsrunde die Möglichkeit zum Austausch. In Zukunft möchte das Stadtmuseum alle Bürger zur Teilnahme einladen, so dass Düsseldorfer und Flüchtlinge sich kennenlernen können. Außerdem sollen die gemeinsamen Nachmittage zukünftig themenspezifisch gestaltet werden.

Geplant ist außerdem das Projekt "Menschen treffen Menschen", bei dem ebenfalls der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt stehen wird. Realisiert wird das Projekt in Kooperation mit dem ZOF e.V. und dem Verein "Jung trifft Alt Düsseldorf e.V.". Alle zwei Wochen soll freitags ein Treffpunkt für alle Düsseldorfer entstehen - ob mit oder ohne deutschen Pass. Auch Alter, Geschlecht und Herkunft sollen keine Rolle spielen. An den Nachmittagen wird zum Beispiel gemeinsam gekocht oder gemalt.

Zusätzlich werden künftig regelmäßig Führungen für Geflüchtete auf Arabisch, Kurdisch und Persisch angeboten. Geleitet werden sie von Ari Arif, der selbst aus dem Irak nach Deutschland flüchten musste. Aufmerksam wurde das Museum auf ihn, als er für das Projekt "Willkommen in Düsseldorf" als Dolmetscher arbeitete. "Wir bieten bereits Veranstaltungen in vielen unterschiedlichen Sprachen an", erklärt Susanne Anna, Direktorin des Stadtmuseums. "Mir war es wichtig, dass wir einen neuen Mitarbeiter bekommen, der Sprachen spricht, die wir bisher noch nicht beherrschen."

Die nächste Veranstaltung, die auf Hocharabisch und Deutsch stattfinden wird, ist eine Kooperation mit dem Filmmuseum. Am Sonntag, 4. September, soll es zunächst eine Führung durch das Stadtmuseum mit dem Titel "Vom Mädchen zur starken Frau - herausragende Düsseldorferinnen der Vergangenheit" geben. Anschließend wird dann der Film "Das Mädchen Wadjda" der saudi-arabischen Regisseurin Haifaa Al Mansour gezeigt.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Düsseldorf: Museum will Flüchtlinge einbeziehen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.