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Düsseldorf
Mutmaßliche Vergewaltigung in der Ulmer Höh'

Düsseldorf. Nach einer angeblichen Vergewaltigung in den Räumen der früheren U-Haft-Anstalt Ulmer Höh' wird nach einem 28-Jährigen gefahndet. Das hat das Amtsgericht am Montag verfügt.

Vor drei Monaten soll er eine Zufallsbekannte (26) aus einer benachbarten Bar auf das Gelände der ehemaligen Haftanstalt gelockt und vergewaltigt haben. Als das Amtsgericht über diese Vorwürfe am Montag verhandeln wollte, blieb die Anklagebank aber leer. Gegen den Tatverdächtigen erging daraufhin ein Haftbefehl.

Zwei Versionen gibt es über das, was sich in einem leerstehenden Gebäude an der Ulmenstraße an einem Sonntagmorgen im September zugetragen haben soll. Die Frau sagt, sie sei in einer Bar vom Angeklagten angesprochen worden. Nach netter Unterhaltung habe sie sich bereiterklärt, ihn ein Stück zu begleiten. In einem Nebengebäude der Ulmer Höh' habe er ihr plötzlich den Rückweg versperrt, sie in den ersten Stock gezerrt und auf einer Matratze vergewaltigt. Die Polizei hatte den 28-Jährigen kurz danach festgenommen, er kam zunächst in Untersuchungshaft an.

Der Mann hatte damals beteuert, die Frau habe freiwillig mitgemacht, ihn aus der Bar zu dem Matratzenlager begleitet, man habe dort sogar noch gemeinsam einen Joint geraucht. Unter der Auflage, sich zweimal wöchentlich bei der Polizei zu melden, kam er am 21. September auf freien Fuß. Kurz danach soll er dieser Meldepflicht nicht mehr nachgekommen sein. Derzeit gilt der 28-Jährige als flüchtig, deshalb ist der Haftbefehl gegen ihn wieder in Kraft.

(wuk)
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