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Düsseldorf
Mutter soll Schüler attackiert haben

Düsseldorf. Eine Frau steht nach einer Auseinandersetzung mit einem Jungen vor Gericht.

Weil sie im Streit ihres Sohnes (7) mit Mitschülern kräftig mitgeprügelt haben soll, stand eine Mutter (28) gestern vor dem Amtsgericht. Zum Urteil kam es auch im zweiten Prozessversuch nicht. Wieder fehlte einer der beteiligten Schüler (13) als Zeuge. Ihn soll die Mutter im März 2014 geohrfeigt und wuchtig gegen eine Wand geschubst haben, so dass er laut Anklage am Hinterkopf verletzt wurde.

Vier Kinder, eine aufgebrachte Mutter und deren Freund (27) haben zur Prügelei nach Schulschluss an einer Bahnhaltestelle unterschiedliche Versionen geliefert. Die angeklagte Mutter behauptet, sie habe sich korrekt verhalten. Als sie samt Freund ihren Sohn von der Schule abgeholt habe, sei der Junge total aufgelöst gewesen, habe von wiederholten Mobbing-Attacken älterer Mitschüler berichtet. Zufällig habe man dann an der Haltstelle der Linie 706 die Mitschüler getroffen. Die Mutter: Plötzlich habe einer der Schüler (14) auf ihren Sohn eingeprügelt, ein anderer habe den Sohn dabei noch festgehalten - und als der größte von ihnen noch "eine schnelle Bewegung auf mich zu machte, habe ich Angst und Panik gekriegt und hab' den weggeschubst." Laut Anklage soll die Mutter aber viel kräftiger mitgemischt haben.

Bevor es zu einem Urteil kommt, will der Richter noch den gestern fehlenden 13-Jährigen anhören. Der Prozess muss also in 14 Tagen fortgesetzt werden.

(wuk)
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